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Ein Finanzindikator könnte “The Witcher 3” noch in diesem Jahr neuen Nachschub bescheren: Ein Analyst von Noble Securities sieht eine hohe Wahrscheinlichkeit für umfangreiche DLCs – und macht das an einem internen Bonusprogramm fest. Für Spieler und Investoren stellt sich damit die Frage: Warum könnte CD Projekt Red gerade jetzt liefern?
Mateusz Chrzanowski, Analyst bei Noble Securities, sagte gegenüber Eurogamer.net, er sei sich „hundertprozentig sicher“, dass **bedeutende neue Inhalte** für The Witcher 3 angekündigt werden. Seine Einschätzung basiere sowohl auf öffentlich verfügbaren Dokumenten als auch auf Gesprächen mit Personen innerhalb des Studios.
Hintergrund: Ein Aktienanreiz treibt Entscheidungen
Im Zentrum der Prognose steht ein internes Vergütungsmodell: Führungskräfte erhielten zusätzliche Aktien, wenn bestimmte Umsatz- und Gewinnmeilensteine bis zu definierten Zeitpunkten erreicht würden. Aktuell fehlt CD Projekt Red laut Chrzanowski ein beträchtlicher Betrag – rund 700 Mio. PLN (etwa 166 Mio. Euro) – bis zum ersten Schwellenwert, und dafür bleiben nur noch fünf Quartale.
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Ein kleines Update oder eine bloße Portierung sei nach seiner Einschätzung nicht ausreichend, um diese Lücke zu schließen. Das macht den wirtschaftlichen Druck greifbar: Ein umfangreicherer DLC oder ein größeres Zusatzprojekt wäre eine deutlich realistischere Hebelwirkung.
Wichtig ist: CD Projekt hat seit der Erweiterung „Phantom Liberty“ für Cyberpunk 2077 Ende 2023 keine neuen Entwicklungen in den Handel gebracht. Zusätzliche Verkäufe, etwa die Switch-Version von Cyberpunk, verbesserten die Zahlen zwar, doch offenbar nicht in dem Maße, dass die Voraussetzungen des Anreizprogramms erfüllt wären.
Wahrscheinlichkeit, Zeitplan, Alternativen
Chrzanowski taxiert die Chance für eine Witcher-3-Erweiterung auf rund 90 Prozent. Aus wirtschaftlicher Perspektive sei das nachvollziehbar: Das Spiel hat nach wie vor eine große, engagierte Community und würde sich gut für zusätzliche kostenpflichtige Inhalte eignen.
Ein neues Hauptspiel, The Witcher 4, ist nach derzeitiger Planung frühestens ab 2027 zu erwarten. In einer Telefonkonferenz Ende 2025 hatte CD Projekt Red selbst bereits angedeutet, dass man „neue Inhalte veröffentlichen“ könne, um die Bedingungen des Anreizprogramms zu erreichen — ein weiteres Signal, das Chrzanowski als stützendes Indiz wertet.
Kurz und knapp: Ein DLC ist die pragmatische Zwischenlösung.
Wer könnte entwickeln?
Als möglicher Partner wird das Studio Fool’s Theory gehandelt, das mit dem Projekt „The Thaumaturge“ am Remake von The Witcher 1 arbeitet. Berichten zufolge ist das Team zuletzt von etwa 60 auf 100 Mitarbeitende gewachsen. Manche Entwickler sollen parallel an The Witcher 4 beteiligt sein, andere eventuell an einem Zusatzinhalt für Witcher 3.
Konkrete Verträge oder offizielle Bestätigungen dafür gibt es bislang nicht; die Hinweise beruhen auf Branchengerüchten und Beobachtungen zur Personalentwicklung.
Bezeichnend ist die zurückhaltende Kommunikation von CDPR. Für Chrzanowski ist gerade das Schweigen ein deutlicher Hinweis: Wenn das Unternehmen in seinem Geschäftsbericht und in der Konferenz explizit von „neuen Inhalten“ spricht, lasse das die Wahrscheinlichkeit steigen, ohne dass ein vollständiges Statement nötig wäre.
Welche Form ein möglicher DLC annimmt — neue Story, zusätzliche Gebiete oder sogar eine neue Spielfigur — bleibt offen. Als narrativer Anschluss wird diskutiert, ob eine Erweiterung als Brücke zu The Witcher 4 dienen könnte, in dem Ciri als zentrale Figur in den Vordergrund rückt.
Für Spieler bedeutet das: möglicher neuer Content, der die Spielwelt erweitert; für Investoren: eine realistische Chance auf kurzfristige Umsatzsteigerung und damit auf das Erreichen interner Bonusziele.
Bleibt die Frage an die Community: Würdet ihr eine neue Erweiterung zu The Witcher 3 sofort kaufen — oder reicht euch das bestehende Spielangebot?












