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Ubisoft hat erneut Stellen gestrichen: Nach mehreren Entlassungsrunden in den vergangenen Wochen bestätigte der Konzern nun weitere Kürzungen, darunter ein Personalabbau in Abu Dhabi. Für die betroffenen Teams und die regionalen Spiele-Communities hat das unmittelbare Auswirkungen – und es wirft Fragen zur Ausrichtung des Unternehmens auf.
Zuletzt war bereits die Schließung des kanadischen Standorts in Halifax bekannt geworden, bei der rund 71 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren. Brisant ist, dass diese Maßnahme nur wenige Tage nach der Gründung einer lokalen Gewerkschaft erfolgte; Ubisoft stellt die Entscheidung als Teil einer globalen Restrukturierung dar.
Parallel dazu meldeten Beschäftigte aus anderen Ländern überraschend ihren Abschied: In Schweden und bei Ubisoft Massive, dem Studio hinter The Division, fielen ebenfalls Stellen weg — nach Unternehmensangaben rund 55 Stellen insgesamt.
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Abu Dhabi: 29 Teammitglieder betroffen
Nun bestätigte Ubisoft, dass das Mobile-Studio in Abu Dhabi umgebaut wurde und Projekte eingestellt wurden, um Ressourcen zu bündeln. Insgesamt sind nach Firmenangaben 29 Mitarbeitende von der Maßnahme betroffen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berichteten auf LinkedIn, die Entscheidung sei ohne vorherige Hinweise auf das Ausmaß der Kürzungen gekommen.
Das Abu-Dhabi-Studio öffnete 2011 als regionales Entwicklungszentrum und beschäftigte zeitweise mehr als 60 Personen. Zu den Projekten zählten unter anderem Titel wie „CSI: Hidden Crimes“ sowie Arbeiten am Spiel Growtopia.
In der Summe beläuft sich die Zahl der zuletzt gestrichenen Stellen auf mehr als 150: etwa 71 in Halifax, 55 in Stockholm beziehungsweise bei Massive und 29 in Abu Dhabi.
Warum das jetzt wichtig ist
Für Beobachter ist die Entwicklung mehr als eine Abfolge betrieblicher Einsparungen. Ubisoft hat angekündigt, seine laufenden Kosten bereits durch Restrukturierungen deutlich reduziert zu haben und strebt weitere Einsparungen an — konkret sollen bis 2027 zusätzliche 100 Millionen Euro an Fixkosten gesenkt werden. Gleichzeitig kündigt das Unternehmen strategische Investitionen an, um das Portfolio zu stärken.
Diese Doppelstrategie bedeutet: Kürzungen könnten weitergehen, solange gleichzeitig Mittel in Prioritätsprojekte umverteilt werden. Für Beschäftigte, lokale Entwicklernetzwerke und Nutzer kann das kurzfristig Spielunterstützung, Projektprioritäten und Arbeitsmarktbedingungen verändern.
Ob Ubisoft weitere Standortschließungen oder Entlassungsrunden plant, ist bislang offen. Gewerkschaftsbildungen und die Reaktionen vor Ort dürften den weiteren Verlauf beeinflussen — ebenso wie die wirtschaftliche Lage des Konzerns und die Performance wichtiger Titel.
Leser, die die Entwicklung verfolgen wollen, sollten auf offizielle Updates von Ubisoft achten sowie auf Stellungnahmen betroffener Teams und lokaler Vertreter. Konkrete Auswirkungen auf einzelne Spiele oder Publikationspläne hat das Unternehmen bisher nur punktuell kommentiert; weitere Details sind in den kommenden Wochen zu erwarten.












