WWE 2K26 fällt durch: Mikrotransaktionen und fehlende Neuerungen rauben Spielspaß

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Der neueste Ableger der Wrestling‑Reihe erscheint ausschließlich für die aktuelle Konsolengeneration und verspricht ein riesiges Aufgebot an Wrestlern sowie neue Match‑Varianten. Für Fans stellt sich die Frage: Genügen die Modifikationen, um den Serienlauf spürbar voranzubringen — oder bleibt alles beim Alten?

Nur aktuelle Hardware, aber bekannte Probleme

Mit der Umstellung auf PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC setzt WWE 2K26 erstmals die alte Konsolengeneration komplett außer Gefecht. Das bringt erwartbar bessere Darstellung bei Einzügen und eine etwas ausgefeiltere Präsentation — doch viele der spielerischen Baustellen bleiben bestehen.

Das angekündigte Roster, das als das umfangreichste in der Reihe beworben wird, fällt auf den zweiten Blick differenzierter aus: Mehr als 400 Einträge klingen beeindruckend, enthalten jedoch zahlreiche Varianten einzelner Superstars und diverse weniger bedeutende Charaktere aus Modus‑Inhalten. Für Sammler mag das attraktiv sein, für Spieler, die echte Vielfalt suchen, wirkt die Zahl weniger aussagekräftig.

Feinheiten im Gameplay — spürbar, aber nicht revolutionär

Im Ring fühlt sich die Simulation vertraut an: Die Kämpfe liefern nach wie vor packende Momente und dramatische Wendungen. Besonders das überarbeitete Ausdauer‑System sorgt für mehr Übersichtlichkeit, weil Aktionsketten und Konter durch neue Anzeigen leichter zu lesen sind. Auch interaktive Einzüge und zusätzliche Gegenstände bei Backstage‑Kämpfen wie Einkaufswagen erweitern das Geschehen atmosphärisch.

Gleichzeitig bleibt vieles im Modus der fortlaufenden Verbesserungen stecken. Wer eine grundlegende Neuausrichtung des Kampfsystems erwartet hat, wird enttäuscht: Das Spiel wirkt eher wie eine polierte Version des Vorgängers denn wie ein vollendeter Neustart.

  • Plattformen: PS5, Xbox Series X/S, PC (keine PS4/Xbox One)
  • Roster: Mehr als 400 Einträge, viele Varianten einzelner Wrestler
  • Neue Match‑Formate: I‑Quit, Dumpster, Inferno, Three Stages of Hell
  • Gameplay‑Änderungen: Überarbeitetes Ausdauer‑System, erweiterte Aktionen an Absperrungen
  • Präsentation: Auffrischungen bei Einzügen und Atmosphäre
  • Monetarisierung: Ringside‑Pass mit Premium‑ und Gratis‑Track, In‑Game‑Währung VC

Spielmodi: Nostalgie vs. Fortschritt

Der Showcase‑Modus dreht sich dieses Mal um CM Punk und bietet neben historischen Partien auch konstruierte Duelle gegen Ikonen wie „Stone Cold“ Steve Austin. Das Prinzip — vorgegebene Aufgaben absolvieren, um eine Match‑Story fortzuschreiben — ist vertraut, liefert aber wenig überraschende Neuerungen.

Ein interessantes Extra ist die Gauntlet‑Option im Showcase, die mehrere Matches hintereinander verlangt. Allerdings fehlt ein sinnvolles Zwischenspeicher‑System: Scheitert man nach 20 Minuten, beginnt man erneut. Das frustriert besonders bei längeren Herausforderungen.

Der Story‑Modus MyRise bietet nun die Möglichkeit, im Verlauf zum Heel oder Babyface zu werden; inhaltlich bleiben die Dialoge jedoch steif und die Erzählungen entwickeln sich nur langsam. Ähnliche Kritik gilt für MyGM und den Universe‑Modus: Es gibt neue Optionen wie den Draft, doch die Fehdenverwaltung und einige Features wirken weiterhin unausgereift.

Bezahlmodelle prägen das Spielerlebnis

Wichtig für Kaufentscheidungen: WWE 2K26 erscheint in mehreren Editionen, deren Preise sich zwischen etwa 80 und 150 Euro bewegen. Parallel dazu führt der neue Ringside‑Pass ein Fortschrittssystem mit einem kostenlosen und einem Premium‑Pfad ein.

Die Progression verläuft bewusst langsam; wer Inhalte schneller freischalten möchte, kann einzelne Stufen mit Echtgeld überspringen. Die Möglichkeit, VC zu erwerben, um Charaktere oder Verbesserungen zu beschleunigen, bedeutet, dass bezahlte Optionen direkten Einfluss auf den Spielfortschritt nehmen. Das führt dazu, dass Inhalte über verschiedene Modi verteilt sind — wer alles freischalten will, muss entweder viel Zeit investieren oder zahlen.

Was bedeutet das für Spieler?

Die Kernfrage für Käufer lautet pragmatisch: Wofür steht ihr? Wer Spaß an schnellen Matches, detaillierten Einzügen und einer großen, wenn auch teils redundanten Auswahl an Wrestlern hat, findet hier reichlich Material. Wer dagegen Wert auf saubere Progression ohne Zusatzkäufe legt, wird mit Frustmomenten konfrontiert.

Auf Sicht dürfte das Spiel durch Updates und Patches in einigen Punkten nachbessern — insbesondere bei Speicherpunkten und Balancing der Progression wäre das wünschenswert. Aktuell bleibt WWE 2K26 eine solide, aber nicht bahnbrechende Fortsetzung: handwerklich kompetent, emotional unterhaltsam in den Matches, aber durch Monetarisierungs‑ und Strukturprobleme in der langfristigen Motivation beeinträchtigt.

Für Interessierte: Wer ungeduldig ist, sollte sich vor dem Vollpreiskauf genau überlegen, welche Inhalte ihm wichtig sind; für Gelegenheits‑Spieler lohnt es sich, auf Angebote oder spätere Updates zu warten.

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