Alan Wake 2 PS5 Pro: PSSR 2 verwandelt 864p überraschend in klares 4K

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Sony hat kürzlich per Firmware-Update den KI-Upscaler für die PS5 Pro überarbeitet: Das als PlayStation Spectral Super Resolution bekannte System liegt jetzt in einer neuen Version vor. Erste Messungen und Bildvergleiche, unter anderem von Digital Foundry an Alan Wake 2, deuten darauf hin, dass die Technik sichtbare Probleme der Vorgängerversion adressiert — mit direkten Folgen für Bildqualität und Entwickleroptionen.

Das Update bringt nicht nur feinere Kanten bei komplexen Szenen, sondern könnte auch beeinflussen, wie Studios Rechenleistung zwischen Auflösung und grafischen Effekten aufteilen.

Was die neue PSSR-Version anders macht

In der Praxis wirkt PSSR 2 deutlich stabiler: Bewegte Bildsequenzen erscheinen ruhiger, Vegetation und feine Geometrie flimmern weniger, und ehemals sichtbares „Kriechen“ auf Blättern oder Leitungen ist reduziert. Besonders in dicht begrünten Arealen und engen Straßenzügen zeigt die Technik Verbesserungen gegenüber der ersten Iteration.

Digital Foundry hebt hervor, dass die überarbeitete Rekonstruktion von Linien und Texturen für eine klarere 4K-Darstellung sorgt — selbst dann, wenn die interne Renderauflösung deutlich niedriger bleibt.

  • Stabilität: Weniger Bildrauschen bei Bewegung, glattere Beleuchtungsübergänge.
  • Kanten und Details: Bessere Linienrekonstruktion, feinere Texturwiedergabe in mittleren Frequenzen.
  • Leistung: Im Performance-Modus liefert PSSR 2 bei 864p hochskaliert auf 4K ein merklich überzeugenderes Bild als zuvor.
  • Ausnahmefälle: Sehr feine Strukturen wie Oberleitungen werden zwar verbessert, sind aber weiterhin anspruchsvoll für den Upscaler.

Konkrete Folgen für Spieler und Entwickler

Für Spieler bedeutet das Update vor allem ein schärferes, ruhigeres Bild auf TV-Geräten — vor allem bei Titeln, die mit aufwändigen Szenen wie Wäldern oder komplexen Stadtbildern kämpfen. Im Performance-Modus können höhere Bildraten realisiert werden, ohne dass die visuelle Qualität auf dem Endgerät merklich leidet.

Für Entwickler öffnet PSSR 2 die Möglichkeit, mehr GPU-Budget in Effekte, Raytracing-Funktionen oder höhere Framerates zu investieren, anstatt ausschließlich in native Auflösung. Digital Foundry zieht daraus die Schlussfolgerung, dass künftige PS5 Pro-Titel von einer anderen Balance zwischen Pixelzahl und Effektqualität profitieren könnten.

Bleibende Grenzen

Trotz der Fortschritte bleiben Grenzen: PSSR 2 kann nur mit den Rohdaten arbeiten, die das Spiel liefert. Probleme, die aus einem internen Denoiser oder aus der niedrigen Ausgangsauflösung resultieren, lassen sich nicht vollständig korrigieren. In Modi mit bereits hoher Ausgangsauflösung sind die sichtbaren Verbesserungen deshalb geringer.

Außerdem bleibt bei sehr feinen, entfernten Objekten eine leicht körnige Texturstruktur erkennbar — eher eine algorithmische Signatur als ein gravierender Fehler, doch für Pixel-Puristen relevant.

Was das Update jetzt schon zeigt — und was noch bleibt

Der Praxischeck mit Alan Wake 2 legt nahe: PSSR 2 hebt die Bildruhe und Detailtreue in vielen Szenen auf ein neues Niveau, ohne die Raytracing-Grundlagen zu verändern. Das ist keine Revolution, aber eine substanzielle Weiterentwicklung, die den Alltag auf der Konsole spürbar verbessert.

Ob und wie schnell sich dieser Fortschritt in weiteren Titeln niederschlägt, hängt nun davon ab, wie Entwickler die zusätzliche Leistung der PS5 Pro nutzen wollen — für höhere Pixelzahlen, bessere Effekte oder beides in Kombination.

Kurzfristig liefert das Update PS5 Pro-Besitzern sichtbar bessere Bilder in bestimmten Spielen; langfristig könnte es die gestalterische Priorität bei Konsolentiteln verschieben.

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