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ARD und ZDF reduzieren ihr lineares TV-Portfolio: Zum Jahresende 2026 sollen drei Spartensender abgeschaltet werden, weil ein kürzlich in Kraft getretener Staatsvertrag die öffentlich-rechtlichen Angebote neu ordnet. Für Zuschauer bedeutet das: weniger einzelne Sender, dafür deutlich stärkere gemeinschaftliche Programme — und eine klare Prioritätensetzung bei Information, Bildung und jungen Zielgruppen.
Was beschlossen wurde — kurz und knapp
Der am 1. Dezember 2025 wirksame Reformstaatsvertrag schreibt vor, dass ARD und ZDF die Anzahl ihrer linearen Kanäle reduzieren und künftig verstärkt gemeinsam betreiben. Die Länder haben die konkreten Schritte im sogenannten 7. Medienänderungsstaatsvertrag festgelegt.
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Konkretes Ergebnis: Drei Sender werden zum 31. Dezember 2026 eingestellt. Gleichzeitig bleiben mehrere Gemeinschaftsangebote erhalten, manche werden künftig stärker in den Vordergrund rücken.
Welche Sender wegfallen
Betroffen sind Programme, die bislang einzeln von ARD-Anstalten oder in Kooperation liefen. Die Abschaltung ist Teil der Umsetzung der Vorgaben des Staatsvertrags — mit dem Ziel, die Strukturen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu straffen.
| Status | Sender | Anmerkung |
|---|---|---|
| Abschaltung | Tagesschau24 | Informations- und Nachrichtensendungen sollen in gemeinsame Formate überführt werden. |
| Abschaltung | ONE | Jugend- und Unterhaltungsangebote werden künftig gebündelt. |
| Abschaltung | ARD alpha | Bildungs- und Wissenschaftsinhalte werden in kooperativen Programmen weitergeführt. |
| Bleibt bestehen | Arte, 3sat, KiKa, Funk, Phoenix, Info, Neo | Mehrere Gemeinschaftsprogramme laufen weiter oder werden ausgebaut. |
Die Zukunftsstrategie: drei gemeinsame Schwerpunkte
ARD und ZDF wollen sich künftig auf drei gemeinsame lineare Kanäle konzentrieren. Im Mittelpunkt stehen Phoenix als Informations- und Debattenkanal, Neo mit Fokus auf junge Erwachsene sowie Info für dokumentarische und bildende Formate. Nach Angaben der Sender zählen diese Angebote zu den meistgenutzten in den Bereichen Nachrichten, Bildung, Dokumentation und junge Zielgruppen.
- Mehr Kooperation statt Einzelwirtschaften: Inhalte sollen gebündelt, Redaktionen enger verzahnt werden.
- Ressourcenfokus: Verwaltung und Technik sollen durch gemeinsame Programme effizienter genutzt werden.
- Programmangebot: Kinder-, Kultur- und Nachrichtensender, die bereits gemeinsam betrieben werden, bleiben bestehen.
Was Zuschauer konkret beachten sollten
Kurzfristig ändert sich für Nutzer linearen Fernsehens die Senderliste: Wer regelmäßig Tagesschau24, ONE oder ARD alpha schaut, muss sich auf Umzüge von Formaten in andere Kanäle oder in die Mediatheken einstellen.
Für Eltern bleibt wichtig: Der Kinderkanal KiKa wird nicht abgeschaltet und läuft weiterhin unter gemeinsamer Verantwortung von ARD und MDR. Kultur- und Kultursendungen bleiben über Arte und 3sat erreichbar.
Längerfristig ist zu erwarten, dass Inhalte stärker über On-Demand‑Angebote und gemeinsame Programmfenster verfügbar gemacht werden — ein Schritt, der der veränderten Nutzungspraxis vieler Zuschauer Rechnung trägt.
Politischer und redaktioneller Kontext
Die Entscheidung ist Teil einer politischen Vorgabe der Bundesländer, die die Finanzierung und Auftragspraxis des öffentlich-rechtlichen Rundfunks überarbeiten wollen. Ziel ist nicht nur Kosteneffizienz, sondern auch eine klare Schwerpunktsetzung bei Programminhalten.
Welche Folgen die Umstellung für Redaktionen, Stellenpläne und regionale Angebote genau haben wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht vollständig beziffern; die Sender betonen jedoch, dass zentrale Inhalte erhalten bleiben sollen — ggf. in neu geordneten, gemeinsam verantworteten Formaten.
Was jetzt noch zu klären ist
Offen sind Details zum konkreten Programmtransfer (welche Sendungen wohin verlagert werden) und zur technischen Umsetzung der Abschaltungen. Ebenfalls noch nicht abschließend geklärt sind Fragen zur Personalplanung sowie zur künftigen Rolle regionaler Studios.
Die Abschaltung zum 31. Dezember 2026 gilt als fixer Termin; zwischenzeitliche Anpassungen oder Ergänzungen könnten jedoch folgen, wenn die Länder oder die Sender weitere Regelungen beschließen.
Für Zuschauer heißt das: Senderlisten, Favoriten und Aufnahmen prüfen — und die Mediatheken im Blick behalten, denn viele Inhalte sollen künftig dort oder in den gemeinsamen Kanälen weiterleben.












