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Wer derzeit E‑Mails im Namen von PayPal bekommt, sollte besonders wachsam sein: Sicherheitsforscher melden zwei aktive Phishing‑Kampagnen, die auf Rückzahlungen beziehungsweise vermeintliche Abbuchungen setzen und so Kontodaten oder Zugangsdaten abgreifen wollen. Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das: Ein falscher Klick kann schnell teure Folgen haben.
Die Angriffe zielen gezielt auf die hohe Verbreitung des Bezahldienstes – deshalb treten die Betrugsversuche aktuell vermehrt auf und werden laufend variiert. Betroffene berichten von zwei Varianten, die zurzeit verstärkt im Umlauf sind; beide nutzen manipulierte Links zu nachgebauten Webseiten, um Eingaben abzufischen.
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Wie die beiden Maschen funktionieren
In der einen Nachricht wird eine angebliche Rückzahlung angekündigt: Nutzer sollen einen Betrag zurückerhalten, weil eine doppelte Belastung vorgelegen habe. Ein Link in der E‑Mail führt auf eine professionell wirkende, aber gefälschte Seite, auf der Zahlungs‑ oder Login‑Daten abgefragt werden.

Die zweite Variante arbeitet mit Zeitdruck: In der Mail wird eine hohe Abbuchung – etwa in dreistelliger Höhe – an einen Händler genannt und damit gedroht, der Betrag werde in wenigen Tagen automatisch vom PayPal‑Konto abgezogen, wenn kein Einspruch erfolgt. Auch hier führt der Link zu einer Nachbildung der PayPal‑Oberfläche.
| Masche | Typische Botschaft | Warnsignale | Ziel |
|---|---|---|---|
| Rückerstattung | „Sie erhalten 95,66 € wegen doppelter Buchung“ | Ungewöhnliche Absenderadresse, Aufforderung zum Klick, Seite wirkt leicht abweichend | Logindaten und Zahlungsinformationen ausspähen |
| Drohend‑zeitliche Abbuchung | „909 € wurden an Digistore24 gezahlt – Einspruch in 48 Std.“ | Hoher Zeitdruck, fremde Händlerbezeichnung, Links zu externen Domains | Schnelles Erbeuten von Zugangsdaten durch Panikreaktion |
Oft sind die Nachrichten schon an kleinen Fehlern zu erkennen: eine zweifelhafte Absenderadresse, Rechtschreibfehler oder Domains, die nicht zu PayPal gehören. Ein schnelles Hovern mit der Maus über den Link (auf Desktop-Systemen) zeigt die tatsächliche Ziel‑URL an – weicht diese ab, ist Vorsicht geboten.
Was du jetzt konkret tun solltest
- Nicht auf Links in der E‑Mail klicken. Melde die Nachricht im E‑Mail‑Client als Spam.
- Stattdessen die Offizielle PayPal‑App oder paypal.com im Browser öffnen und den Account direkt prüfen.
- Bei Unsicherheit: Kontoaktivitäten kontrollieren und Bankbewegungen überprüfen.
- Wenn du Daten eingegeben hast: Passwort sofort ändern, Zwei‑Faktor‑Authentifizierung aktivieren und den Kreditkarten‑/Bankanbieter informieren.
- Phishing‑Mails an PayPal und an die zuständigen Meldestellen weiterleiten sowie gegebenenfalls Anzeige erstatten.
Wenn du bereits auf einen Link geklickt oder Informationen eingetippt hast, ist schnelles Handeln entscheidend: Zugriffssperre einrichten, betroffene Zahlungsinstrumente sperren lassen und die Passwörter aller Dienste, die dasselbe Passwort verwenden, ersetzen.
Diese Angriffe unterstreichen eine einfache, aber wirksame Regel: Seriöse Anbieter fordern sensible Eingaben selten per E‑Mail an. Bezahldienste kommunizieren kritische Kontoinformationen meist nur nach direktem Login in der App oder über die offizielle Webseite.
Stand: August 2026. Nutzer sollten die Mails aufmerksam prüfen und im Zweifel lieber direkt über offizielle Kanäle mit PayPal Kontakt aufnehmen, statt auf in E‑Mails enthaltene Links zu vertrauen.











