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Der Nasa-Rover Curiosity hat im Marsbecken Valle Grande ein großflächiges Feld wabenartiger Strukturen fotografiert, das Forscherinnen und Forscher vor neue Fragen stellt. Die Entdeckung ist relevant, weil sie Hinweise auf frühere Umweltbedingungen und mögliche Prozesse liefert, die Aufschluss über Wasser- und Temperaturzyklen auf dem Planeten geben könnten.
Ein Meer aus kleinen Polygonen
Auf hochauflösenden Aufnahmen sind zahlreiche polygonale Brüche zu erkennen, jedes einzelne nur wenige Zentimeter groß – etwa vier bis acht Zentimeter im Durchmesser. Curiosity erstellte ein 360‑Grad-Panorama, das die Muster in alle Richtungen zeigt und offenbar eine ungewöhnlich dichte Ansammlung solcher Formen dokumentiert.
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Missionsexperten zeigten sich überrascht von der Ausdehnung dieser Strukturen: Obwohl ähnliche Formen schon früher auf dem Mars beobachtet wurden, ist die Konzentration an einem Ort bislang einmalig.
Rätsel über Entstehung bleibt
Die genaue Entstehung der wabenartigen Gebilde ist derzeit offen. Auf der Erde entstehen ähnliche Polygone häufig durch thermale Spannungen oder das Austrocknen von Schlämmen. Solche Prozesse könnten auch auf dem Mars wirken, doch eindeutige Beweise fehlen.
Einige Beispiele früherer Funde ließen sich klar als Schlammrisse deuten; andere scheinen durch wiederholt wechselnde Temperaturen oder Gefrier‑Auftau‑Zyklen geprägt zu sein. Die Daten aus dem aktuellen Fund liefern Formmessungen und chemische Analysen, mit denen das Forschungsteam nun verschiedene Szenarien testen will.
- Thermische Kontraktion: Temperaturschwankungen führen zu Spannungen im Boden und bilden polygonale Muster.
- Desiccation (Austrocknung): Trocknende Sedimente reißen und erzeugen ähnliche Wabenstrukturen.
- Frost‑/Permafrostprozesse: Gefrier‑Auftau‑Zyklen können Polygone formen, vor allem in eisreichen Böden.
- Geochemische Ursachen: Mineralische Ausfällungen oder Kristallwachstum können ebenfalls polygonale Formen fördern.
Warum das wichtig ist
Die Beobachtung hat konkrete Folgen für unser Bild vom Mars:

- Sie könnte Aufschlüsse über frühere Feuchtphasen und die Anwesenheit von Wasser liefern.
- Bestimmte Entstehungsprozesse begünstigen die Erhaltung organischer Spuren und wären damit für die Suche nach Spuren früheren Lebens relevant.
- Die räumliche Häufung der Polygone bietet eine seltene natürliche Laborfläche für vergleichende Analysen.
Weitere Schritte der Mission
Curiosity hat die Formen nicht nur fotografisch erfasst, sondern auch chemisch untersucht; diese Messungen sollen helfen, Prozesse wie Austrocknung, Kristallisation oder Einwirkung von Gefrierzyklen zu unterscheiden. Forschende vergleichen die Ergebnisse mit irdischen Analogstandorten und früheren Marsbeobachtungen, um plausible Entstehungsmodelle einzugrenzen.
Parallel liefern andere Missionen ergänzende Befunde: In jüngster Zeit entdeckten Sonden weitere ungewöhnliche Oberflächenstrukturen an anderen Orten des Planeten, was zeigt, dass der Mars in vielen Regionen komplexere geologische Geschichten erzählt als zuvor angenommen.
Die Auswertung der neuen Daten dürfte Monate in Anspruch nehmen. Bleibt die zentrale Frage: Führt die Analyse zu einer klaren Entstehungserklärung – oder öffnet sie neue Forschungsfelder zur Geschichte des Mars?
Aktualisiert: 26. August 2026












