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Withings hat auf der IFA 2026 eine neue Funktion für seinen Gesundheitsmonitor vorgestellt: Eine KI-gestützte Auswertung von Herz- und Lungengeräuschen, die in Sekunden Hinweise auf mögliche Auffälligkeiten liefern soll. Das Feature richtet sich vor allem an Anwenderinnen und Anwender, die Symptome zu Hause beobachten und Verläufe dokumentieren möchten.
Was die Neuerung bringt
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Das System namens StethO Sense ergänzt das bereits bekannte 4‑in‑1‑Paket des Geräts, das schon Messungen von Temperatur, Sauerstoffsättigung und ein EKG umfasst. Withings kombiniert dafür eigene Hardware mit Analytiklösungen der Medizintechnik-Firmen eMurmur und StethoMe.
So funktioniert die KI‑Auswertung
Das integrierte digitale Stethoskop des Geräts nimmt Herz‑ oder Atemgeräusche auf; wenige Sekunden später erscheint eine automatisierte Analyse in der Withings‑App. Auf dem Display des Monitors zeigt das Gerät an, wo es am Körper angesetzt werden soll — vier Messpunkte sind für die Herzüberprüfung vorgesehen, für die Lunge sind je nach Alter bis zu acht Stellen vorgesehen.

Die Software soll zwischen normalen und auffälligen Signalen unterscheiden können, etwa pfeifende oder brummende Atemgeräusche sowie verschiedene Arten von Rasselgeräuschen. Withings betont, dass die Funktion primär zur Dokumentation und Beobachtung gedacht ist, nicht zur endgültigen medizinischen Beurteilung.
Für wen das Angebot gedacht ist
Als Zielgruppe nennt der Hersteller Familien mit Kindern sowie Personen mit wiederkehrenden Atemwegserkrankungen oder Asthma. Durch regelmäßige Aufzeichnungen sollen Veränderungen der Atmung oder des Herztons über Zeit sichtbar werden und bei Bedarf an Fachärzte weitergegeben werden können.

- Ziel: Langfristige Dokumentation von Herz‑ und Lungengeräuschen
- Technikpartner: eMurmur, StethoMe
- Messpunkte: 4 für Herz, bis zu 8 für Lunge (altersabhängig)
- Antwortzeit: Analyse in wenigen Sekunden in der App
- Wichtig: Keine ärztliche Diagnose — nur Hinweis auf mögliche Auffälligkeiten
Kosten, Starttermin und Verfügbarkeit
Die KI‑Funktion ist Teil des kostenpflichtigen Angebots Withings+ und wird ab dem 1. Oktober 2026 freigeschaltet. Käufer eines BeamO erhalten den Dienst zunächst einen Monat kostenlos; anschließend kostet das Abo 9,95 Euro pro Monat oder 99,95 Euro pro Jahr. Das Gerät selbst bleibt mit einem Listenpreis von 249,95 Euro gelistet. Withings kündigt an, StethO Sense für bestehende und neue BeamO‑Geräte verfügbar zu machen.
Einschränkungen und praktische Fragen
Wichtig ist die Einordnung: Die Funktion signalisiert nur mögliche Unregelmäßigkeiten — eine ärztliche Untersuchung ersetzt sie nicht. Wie verlässlich die Hinweise im Alltag sind, lässt sich erst beurteilen, wenn unabhängige Nutzerdaten und Anwendererfahrungen vorliegen.
Offene Punkte betreffen unter anderem die Sensitivität und Spezifität der KI‑Ergebnisse, die Handhabung bei Kleinkindern sowie den Umgang mit falsch‑positiven Hinweisen, die zu unnötigen Arztbesuchen führen könnten. Auch die Akzeptanz des Abomodells wird Einfluss darauf haben, wie viele Anwender die Funktion dauerhaft nutzen.
Ausblick
Ein digital unterstütztes Stethoskop, das Geräusche automatisiert kategorisiert, kann den Alltag von Familien und chronisch Erkrankten erleichtern — vorausgesetzt, die Analysen erweisen sich als zuverlässig. Die Verbindung zu spezialisierten Medizintechnik‑Anbietern ist ein Pluspunkt, bleibt aber kein Ersatz für klinische Beurteilung.
Im Kern bleibt die Frage: Bietet StethO Sense wirklich verlässliche, praxisrelevante Hinweise, die Ärztinnen und Ärzten die Arbeit erleichtern? Die kommenden Monate werden zeigen, wie gut die KI unter Alltagsbedingungen funktioniert und ob der Preis für Nutzerinnen und Nutzer angemessen erscheint.












