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Sony bringt fast sechs Jahre nach dem PS5-Start eine neue Upscaling-Option für die Standardkonsole: Mit QSSR sollen bessere Bilder möglich sein — allerdings nicht ohne Kosten für die Performance. Für Spieler bedeutet das konkretere Detailverbesserungen, für Entwickler neue Abwägungen bei Qualität und Framerate.
Was QSSR technisch bewirkt
QSSR steht für „Quick Spectral Super Resolution“ und ist eine auf KI basierende Upscaling-Methode. Spiele werden intern in einer niedrigeren Auflösung gerendert und anschließend durch das Verfahren hochgerechnet, um mehr Details und weniger typische Artefakte zu erreichen.

Erste Tests von Digital Foundry zeigen, dass die Bildstabilität steigt und feine Strukturen — etwa bewegtes Laub — seltener zu Störmustern führen. Der Effekt fällt allerdings je nach Titel unterschiedlich aus: Bei Marvel’s Wolverine ist die optische Verbesserung deutlich spürbar, bei Ghost of Yotei dagegen weniger, weil das Spiel auf der Standard-PS5 schon eine hohe Bildqualität bietet.
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Sony stellt Beispiele und Vergleichsvideos auch im PlayStation-Blog bereit; die Entwickler können QSSR künftig per Update in ihre Spiele integrieren.
Messwerte: Was die Tests anzeigen
QSSR verbessert die Bildqualität — doch die Rechnerkosten liegen über denen anderer Upscaler. Digital Foundry dokumentierte folgende Effekte in einer Zwischensequenz von Marvel’s Wolverine:

- Performance-Modus (intern 864p → 1440p): QSSR war etwa 1,5–1,8 ms langsamer als Insomniacs eigener Upscaler und führte zu rund 8–10 Frames pro Sekunde weniger. Die dynamische Auflösung hilft, 60 Hz zu halten, während die sichtbare Qualität insgesamt steigt.
- Fidelity-Modus (Ziel 2160p, ungecappt): Auch hier zeigte sich ein Rückgang von etwa 8–10 FPS; die zusätzliche Frame-Time lag bei ungefähr 4,4 ms — deutlich über dem, was PSSR auf der Pro benötigt.
Kurz: sichtbar bessere Bilder, aber mit messbarem Einfluss auf die Performance, je nach gewähltem Modus.
Warum die PS5 Pro trotzdem anders bleibt
Die Frage, warum Sony die Technik nun auch der Standardkonsole anbietet, lässt sich technisch beantworten: Die PS5 Pro verfügt über spezialisierte Recheneinheiten für maschinelles Lernen und kann INT8-Programme ausführen — Funktionen, die das Basismodell nicht bietet.
Deshalb greift QSSR auf FP16-Rechnungen zurück und nutzt interne Tricks, um effizienter zu arbeiten. Das Resultat: Die Standard-PS5 profitiert, kommt aber nicht an das Effizienz- und Kosten-Qualitäts-Verhältnis der Pro heran. Daniel Craig, Principal Engineer Graphics R&D bei Sony Interactive Entertainment, sagte dazu, dass die Pro mit ihren rund 300 TOPS dedizierter Hardware einen deutlich günstigeren Punkt auf der Kosten-Qualitäts-Kurve erreiche, QSSR auf der Basis-PS5 aber dennoch klar über bisherigem TAA liege.
Integration für Studios und offene Fragen
Für Entwickler soll die Umstellung moderat ausfallen: Titel, die bereits die Pro-Variante mit PSSR unterstützen, können QSSR meist mit wenig Aufwand ergänzen. Craig erklärt, dass der Austausch weitgehend direkt möglich sei, allerdings zusätzliche Abstimmungszeit für Spiel-Einstellungen und Streaming-Parameter erforderlich sein könne.
Wichtige Punkte für Studios sind unter anderem die Anpassung von Mip-Streaming und die Balance zwischen Bildqualität und Streaming-Bandbreite. Diese Optimierungen könnten ein paar Tage Arbeit pro Spielteam bedeuten, je nach Umfang der Anpassungen.
Ob große Projekte wie GTA 6 QSSR nutzen werden, ist derzeit noch offen; die Werkzeuge stehen Rockstar jedoch zur Verfügung. Digital Foundry warnt gleichzeitig davor, dass viele Upscaler in dieser Generation an Grenzen stoßen — native 720p skaliert selten überzeugend zu 1440p oder 2160p —, sodass QSSR nur ein möglicher Weg unter mehreren bleibt.
Was Spieler jetzt wissen sollten
Kurzfristig profitieren Besitzer einer PS5 von optischen Verbesserungen in den ersten unterstützten Titeln, müssen aber mit möglichen Framerate-Einbußen rechnen, je nach Modus. Für Entwickler bietet QSSR eine zusätzliche Option, die visuelle Qualität zu heben — mit einem klaren Trade-off in Rechenzeit.
Langfristig entscheidet sich der echte Nutzen daran, wie viele Studios das Verfahren adaptieren und wie gut die Optimierungen in unterschiedlichen Spieltypen gelingen. Bis dahin bleibt die PS5 Pro die effizientere Lösung für Upscaling mit dedizierter ML-Hardware, während QSSR die Basis-PS5 nachträglich aufwertet — ohne die Pro vollständig einzuholen.












