Best Western-Buchungen als Phishing-Falle: Kunden müssen jetzt handeln

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Gäste der Hotelkette Best Western werden derzeit von Betrügern direkt mit gültigen Reservierungsdaten angesprochen — Ziel ist das Abgreifen von Kreditkartendaten. Das Thema ist aktuell, weil solche gezielten Nachrichten direkte finanzielle Schäden und Identitätsrisiken für Reisende mit sich bringen.

Wie der Angriff abläuft

Nach Berichten kontaktieren Kriminelle Betroffene über WhatsApp und nutzen dabei offenbar seriös wirkende Profile, etwa verifizierte Business-Accounts oder bekannte Namen. In den Nachrichten wird ein angebliches Problem mit der Reservierung angegeben und ein Link versendet.

Der Link führt auf eine nachgebaute, gefälschte Webseite, die den Eindruck einer echten Bestell- oder Buchungsbestätigung erwecken soll. Dort werden Nutzer aufgefordert, ihre Kreditkartendaten erneut einzugeben — die Informationen landen dann direkt bei den Angreifern.

Unklare Herkunft der Buchungsdaten

Weshalb die Betrüger über echte Buchungsdetails verfügen, ist noch nicht geklärt. Best Western teilte mit, man arbeite mit IT-Spezialisten und Behörden zusammen, um den Vorfall zu untersuchen. Früheren Meldungen zufolge soll es in Teilen der Kette — unter anderem im skandinavischen Geschäft — bereits Hinweise auf einen Sicherheitsvorfall gegeben haben.

Laut Unternehmensmitteilung handelt es sich offenbar um eine weitreichende Phishing-Kampagne, die mehrere Hotels und Gäste in Europa betrifft. Nutzer berichten, dass die betrügerischen Mitteilungen Namen, Kontaktdaten und Informationen zu bevorstehenden Aufenthalten enthalten können.

Was Betroffene jetzt tun sollten

Wenn Sie eine solche Nachricht erhalten, reagieren Sie vorsichtig: Nicht auf Links klicken, keine Karten- oder Passwörter eingeben und im Zweifel direkt beim Hotel nachfragen.

  • Ignorieren Sie verdächtige Nachrichten und öffnen Sie keine Links aus unerwarteten Chats.
  • Rufen Sie die Hotelrezeption an — die Telefonnummer auf der offiziellen Website oder Ihrer Buchungsbestätigung ist die sichere Anlaufstelle.
  • Haben Sie bereits Zahlungsdaten eingegeben, kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank oder den Kartenanbieter und lassen Sie die Karte sperren.
  • Dokumentieren Sie die Nachricht (Screenshot) und melden Sie den Vorfall an Best Western: datenschutzbeauftragter@bwhhotels.de.

Angriffsmuster Konkrete Reaktion
Nachricht mit echten Reservierungsdaten Direkt beim Hotel prüfen; Link nicht anklicken
Verweis auf “Problem mit der Zahlung” und Eingabeaufforderung Kartenanbieter informieren, Karte sperren lassen
Kontakt über vermeintlich verifizierte Accounts Account-Daten nicht an Dritte weitergeben; offizielle Kanäle nutzen

Für Reisende bedeutet das: Aufmerksamkeit bewahren und im Zweifel lieber zweimal anrufen als einmal zu vertrauen. Werden sensible Daten preisgegeben, können unmittelbare finanzielle Belastungen drohen — zudem ist mit Folgeangriffen zu rechnen, wenn persönliche Angaben in betrügerische Datenbestände gelangen.

Best Western bittet Gäste, verdächtige Mitteilungen zu melden und verspricht, die Untersuchung zusammen mit zuständigen Stellen voranzutreiben. Weitere Informationen sollten direkt von offiziellen Unternehmenskanälen oder von zuständigen Verbraucherportalen bezogen werden.

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