FritzBox‑Updates: Was die neuen WLAN‑Geräte jetzt für Ihr Netzwerk bedeuten

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Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hat AVM zahlreiche Router- und Netzwerkneuheiten gezeigt, die vor allem den Umstieg auf Wifi 7 vorantreiben sollen. Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das: schnellere Heimnetze, mehr Optionen für Glasfaser- und Mobilfunkanschlüsse sowie erweiterte Ausfallsicherungen – einige Produkte sind bereits verfügbar, andere kommen noch.

Neuer Spitzenrepeater: FRITZ!Repeater 6700 Pro

AVM stellte mit dem FRITZ!Repeater 6700 Pro ein Quadband-Modell vor, das Wifi‑7‑Funk auf 6 GHz ergänzt und so deutlich höhere Durchsätze ermöglichen soll. Herstellerangaben zufolge sind bis zu 18 Gbps aggregiert denkbar; an Bord sind außerdem ein 10‑GbE‑LAN-Port und ein 2,5‑GbE‑LAN‑Port.

Technisch setzt der Repeater auf vier Funkbereiche (6 GHz 2×2, zweimal 5 GHz 4×4, 2,4 GHz 2×2). Eine zusätzliche 5‑GHz‑Verbindung zur FRITZ!Box bleibt dediziert, um Mesh‑Clients den maximalen Durchsatz ohne Rückkanal‑Einbußen zu sichern. Laut AVM lässt sich das Gerät per WPS mit vielen Routern koppeln; ab FRITZ!OS 8.20 übernimmt es automatisch SSID und Passwort.

Kaufstart und Preis hat AVM noch nicht final bestätigt; die Fachpresse rechnet mit einer Spanne um 200–300 Euro (der Vorgänger startete 2021 bei rund 219 Euro).

WLAN‑Stick für Notebooks: FritzWLAN Stick 6700

Für Desktop‑ und Laptop‑Nutzer brachte AVM einen USB‑Adapter mit: der FritzWLAN Stick 6700. Er funkt tribandig (2,4 / 5 / 6 GHz) und spricht Windows‑10/11‑Systeme an. Auf 5 und 6 GHz gibt AVM bis zu 2,88 Gbps an. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei etwa 70 Euro; der Marktstart soll zeitnah erfolgen.

Neue 5G‑Router: FRITZ!Box 6835 5G und 6825 4G

Für Mobilfunk‑Internet zeigte AVM zwei unterschiedliche Modelle: Die FRITZ!Box 6835 5G ist ein kompaktes 5G‑Gateway mit Wifi‑7‑Funktionalität (2×2 auf 5 und 2,4 GHz). AVM nennt WLAN‑Datenraten von bis zu 3,5 Gbps (jeweils 2.880 Mbps auf 5 GHz, 688 Mbps auf 2,4 GHz). Mobilfunkseitig sind laut Hersteller bis zu 2 Gbps im Downstream und 900 Mbps im Upstream möglich; Nano‑SIM und eSIM werden unterstützt. Stromversorgung per USB‑C (auch via Powerbank), ein 2,5‑GbE‑LAN‑Port sowie ein 1‑GbE‑LAN‑Port gehören zur Ausstattung. Preis und Verfügbarkeit stehen noch aus.

Die FRITZ!Box 6825 4G ist ein kompakter LTE‑Router mit Wifi 6 und deutlich geringeren Durchsatzwerten (bis zu 300 Mbps im Mobilfunk‑Download). AVM hat dieses Modell noch während des MWC in den Handel geschickt; der Listenpreis beträgt 129 Euro.

Komprimierter Produktüberblick
Modell Funkstandard Besonderheiten Status / Preis
FRITZ!Repeater 6700 Pro Wifi 7 (Quadband) Bis zu 18 Gbps gesamt, 10G + 2.5G LAN, dedizierte 5‑GHz‑Backhaul Auslieferung offen, ~200–300 € (Erwartung)
FritzWLAN Stick 6700 Wifi 7 (triband) USB‑Adapter für Windows, bis 2,88 Gbps auf 5/6 GHz Kurz vor Marktstart, ~70 €
FRITZ!Box 6835 5G 5G + Wifi 7 (2×2) eSIM/Nano‑SIM, USB‑C‑Power, 2.5G + 1G LAN Termin / Preis offen
FRITZ!Box 6825 4G LTE + Wifi 6 Kompakt, USB‑C‑Strom, bis 300 Mbps Mobilfunk Verfügbar, UVP 129 €
FRITZ!Box 5630 XGS / 5630 Wifi 7, XGS‑PON / GPON 10‑GbE WAN beim XGS‑Modell, DECT, USB 3.0, Smart‑Home Ende 2025 angekündigt / bald verfügbar

Neue Glasfaser‑Router

Für Nutzer von Glasfaseranschlüssen kündigte AVM zwei Modelle an: Die FRITZ!Box 5630 XGS zielt auf Multigigabit‑Tarife (XGS‑PON, 10 Gbps WAN‑Port), die klassische 5630 deckt GPON (bis 2,5 Gbps) und AON (1 Gbps) ab. Beide sollen Wifi‑7‑Funk (2×2), drei Gigabit‑LAN‑Ports, USB‑3.0, Telefonie‑Funktionen und DECT‑ULE für Smart‑Home bieten.

Für Anwender bedeutet das konkret: Wer Multigigabit‑Tarife nutzt, bekommt mit der 5630 XGS eine passende Routerbasis; für Standard‑Glasfaseranschlüsse ist die 5630 die weniger aufwendige Alternative.

Blick auf Software und Resilienz: Wifi 8 und erweiterter Failsafe

AVM gab auf dem MWC auch einen Ausblick auf künftige Software‑Funktionen. Mit kommenden FRITZ!OS‑Versionen will das Unternehmen Grundlagen für Wifi 8 schaffen, das höhere Stabilität, geringere Latenzen und effizienteren Energieverbrauch verspricht. Konkrete Produkte mit Wifi 8 liegen aber noch in weiter Zukunft, so AVM‑Manager.

Wichtig für Haushalte mit unzuverlässiger Festnetzversorgung: Die Software‑Roadmap sieht erweiterte Failsafe‑Mechanismen vor. Künftig sollen sich über die LAN‑Schnittstelle angeschlossene Mobilfunk‑Gateways oder Router anderer Hersteller automatisch als Backup aktivieren, falls die Hauptleitung ausfällt.

Für Netzbetreiber demonstrierte AVM auf der Messe auch Support‑ und Management‑Szenarien via USP (TR‑369), mit denen Provider Kunden bei WLAN‑Problemen remote gezielter helfen könnten.

Fazit: Der MWC‑Auftritt zeigt AVMs Strategie für die nächsten Jahre: flächendeckende Umstellung auf Wifi 7, mehr Optionen für Mobilfunk‑Internet als primäre oder sekundäre Verbindung und eine engere Zusammenarbeit mit Netzbetreibern bei Fehlerdiagnose und Ausfallschutz. Für Verbraucher heißt das bessere Performance‑Perspektiven, mehr Flexibilität beim Anschluss und künftig intelligentere Backup‑Mechanismen.

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