Mac-Einstiegsmodell verteuert sich um 250 Euro: Preisauftrieb bei Apple

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Apple zieht Konsequenzen aus anhaltenden Lieferproblemen: Der bisherige Einstiegs-Mac verschwindet, damit steigt der niedrigste Listenpreis für einen Desktop-Mac spürbar. Für Käufer, Firmenkunden und Händler bedeutet das weniger preiswerte Optionen und längere Wartezeiten bei mehreren Modellen.

Apple hat die Variante des Mac mini mit 256 GB Speicher aus dem Verkauf genommen. Händler meldeten über Wochen teils erhebliche Lieferverzögerungen; in einigen Fällen betrugen die Wartezeiten mehrere Monate. Der verbliebene Einstieg fällt nun höher aus, weil die nächste verfügbare Konfiguration deutlich mehr Speicher enthält.

Was konkret geändert wurde

Statt des früheren Basisangebots bei 699 Euro startet der Mac mini nun mit 512 GB SSD zu einem Listenpreis von etwa 949 Euro. An der restlichen Grundausstattung hat Apple nichts verändert: Die Maschine setzt weiterhin auf den M4‑Chip und kommt serienmäßig mit 16 GB Arbeitsspeicher.

Modell Frühere Konfiguration Status / Neuer Einstiegspreis
Mac mini 256 GB SSD, Listenpreis ca. 699 € 256‑GB‑Variante entfernt, neuer Einstieg: 512 GB ab rund 949 €
Mac mini (Pro) Modelle mit M4‑Pro, ab 512 GB Keine Änderung; Einstiegspreis bleibt bei etwa 1699 €
Mac Studio Höchste Konfiguration mit M3‑Ultra und 512 GB RAM Top-Konfiguration aus dem Sortiment genommen; Auswahl insgesamt reduziert
Mac Pro Verschiedene Profi-Konfigurationen Komplett aus dem Angebot entfernt; kein Nachfolger angekündigt
MacBook Neo Einsteiger‑Notebook, 256 GB Bleibt als günstigste Apple‑Option bei etwa 699 € erhältlich

Gründe und Folgen

Laut Angaben von Apple spielt eine Kombination aus stärker als erwarteter Nachfrage und Engpässen bei Speicherbausteinen eine zentrale Rolle. In Quartalsaussagen, die MacRumors zusammenfasste, verwies Konzernchef Tim Cook darauf, dass es „einige Monate“ dauern könnte, bis Angebot und Nachfrage wieder übereinstimmen. Besonders gefragt seien Desktop‑Modelle als Plattformen für Anwendungen mit künstlicher Intelligenz.

Die Knappheit von RAM‑Modulen wird unter anderem auf die Kapazitätsausweitungen in Rechenzentren zurückgeführt, die den Markt für Halbleiter zusätzlich belasten. Für Apple hat das zur Folge, dass günstigere Konfigurationen wirtschaftlich weniger sinnvoll erscheinen und daher aus dem Sortiment fallen.

Für Käufer bedeutet das konkret: Ein direkter Einstieg in die Desktop‑Welt von Apple wird teurer, die Auswahl an preisgünstigen Desktop‑Modellen schwindet. Händler berichten zudem von unregelmäßigen Lieferfenstern und variierenden Lieferzeiten je nach Konfiguration.

Was das für Interessenten jetzt bedeutet

Wer auf der Suche nach dem günstigsten neuen Mac ist, findet aktuell nur noch das MacBook Neo auf dem alten Preisniveau. Käufer, die auf einen Desktop‑Mac angewiesen sind, sehen sich mit höheren Kosten oder längeren Lieferfristen konfrontiert.

  • Einsteigermodelle: teurer oder nicht mehr bestellbar
  • Pro‑Konfigurationen: verfügbar, aber weiterhin teuer
  • Mac Studio / Mac Pro: Sortiment verschlankt, hohe Modelle gestrichen

Apple hat die Änderungen ohne Ankündigung in den Verkauf aufgenommen; einen Zeitplan für die Wiederverfügbarkeit der entfernten Modelle oder einen Nachfolger des Mac Pro gibt es bislang nicht. Branchenbeobachter erwarten, dass sich die Situation erst entspannt, wenn die Speicherlieferketten stabiler werden oder Apple seine Produktionsplanung anpasst.

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