Mähroboter erkennt Hindernisse nicht: Topmodell fällt im Garten aus

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Der neue Roborock RockMow Z1 LiDAR hat im jüngsten COMPUTER BILD-Test die Spitzenposition unter den kabel‑freien Mährobotern erreicht – doch Käufer sollten nicht nur die Leistung betrachten: Einige Funktionen, die bei modernen Modellen längst zum Standard gehören, fehlen dem Gerät. Das ist besonders relevant, weil das Gerät in der oberen Preisregion angesiedelt ist und Kundenerwartungen an Komfort und Fernsteuerung steigen.

Stärken: präzise Navigation und sauberes Mähergebnis

Im Praxislauf überzeugte der RockMow mit seiner zuverlässigen LiDAR‑Orientierung, einer fein abgestimmten Hinderniserkennung und einem gleichmäßigen Schnittbild. Das Gerät arbeitet systematisch, meistert komplexe Flächen und reagiert frühzeitig auf Gegenstände im Rasen.

Wichtige Funktionen fehlen

Trotz der an Bord befindlichen Kameratechnik erlaubt Roborock derzeit keinen Zugriff auf Live‑Bilder per Smartphone. Das heißt: Wer unterwegs prüfen möchte, ob der Roboter gerade mäht, ein Spielzeug im Gras liegt oder Zweige den Betrieb behindern, hat keine Möglichkeit, per App in Echtzeit in den Garten zu sehen. Diese Funktion bieten einige Mitbewerber bereits an.

Ein weiterer Punkt: Ein klassischer, schnell startbarer **Spot‑Mähmodus** — also die Möglichkeit, punktuell per Fingertipp kurz eine kleine Fläche nachzuschneiden — fehlt. Stattdessen muss man für Nachmähen zunächst eine temporäre Mähzone in der App anlegen, was umständlicher ist.

Auch beim Kantenschnitt zeigt der RockMow Grenzen: An Mauern, Beeten oder festem Rasenkanten bleibt gelegentlich ein schmaler Grasstreifen stehen. Roborock bietet zwar ein **PreciEdge**‑Modul mit zusätzlichen Klingen als Lösung an, dieses ist aber nicht serienmäßig und verursacht Zusatzkosten sowie Montageaufwand.

Preis-Leistungs‑Einordnung

Das Gerät gehört preislich zur oberen Liga: Rund 3.300 Euro werden für den RockMow Z1 LiDAR fällig. Käufer erhalten dafür insgesamt ein sehr leistungsfähiges Paket, müssen aber abwägen, wie wichtig ihnen Funktionen wie Kamera‑Live‑Ansicht, einfacher Spot‑Mähmodus oder ein integrierter, ausfahrbarer Kantentrimmer sind.

Modell Preisniveau Live‑Kamera in App Spot‑Mähen Kantenschnitt Navigation
Roborock RockMow Z1 LiDAR Premium (ca. 3.300 €) Nein Nur über temporäre Zone Verbesserbar mit kostenpflichtigem Modul LiDAR
Segway Navimow (LiDAR‑Modelle) Deutlich günstiger Teils ja (modellabhängig) Varianteabhängig Gute Werkseinstellungen LiDAR / GPS
Ecovacs GOAT O1200 / O1200 LiDAR Mittleres bis oberes Segment Je nach Ausführung Ja, je nach Modell Ausfahrbarer TruEdge‑Trimmer LiDAR
Eufy (ausgewählte Modelle) Moderates Segment Ja – App‑Ansicht möglich Modellabhängig Solide, teils optional Kamera + GNSS

Was Käufer jetzt wissen sollten

  • Der RockMow liefert ein sehr gutes Mähergebnis, punktet mit sicherer Hinderniserkennung und sauberer Navigation.
  • Fehlender Zugriff auf die Kamerabilder schränkt die Möglichkeit zur Fernüberwachung des Gartens ein.
  • Für Nacharbeiten (Kanten, einzelne Stellen) ist mit Zusatzaufwand oder Mehrkosten zu rechnen.
  • Je nach Priorität — niedrigere Anschaffungskosten, integrierte Garten‑Live‑Ansicht oder bestmöglicher Kantenschnitt — bieten andere Modelle reale Alternativen.

Fazit: In puncto Gesamtleistung ist der Roborock RockMow Z1 LiDAR ein Spitzenreiter im aktuellen Testfeld, doch er ist kein Rundum‑Sorglos‑Paket. Käufer mit hohem Komfortanspruch an Fernzugriff oder perfekten Kantenschnitt sollten vor dem Kauf genau prüfen, welche Funktionen für sie unverzichtbar sind — und gegebenenfalls Modelle anderer Hersteller in die engere Auswahl nehmen.

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