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Segway Navimow präsentierte auf der IFA 2026 in Berlin den Navimow H5 Pro — einen Mähroboter, der ein häufiges Ärgernis beheben will: ungemähte Kanten entlang von Zäunen, Beeten und Wegen. Die Neuheit ist ein seitlich ausfahrbarer Mäharm; ob das in der Praxis wirklich das Nacharbeiten per Rasentrimmer überflüssig macht, hängt von baldigen Feldtests ab.
Was der H5 Pro anders macht
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Im Zentrum der Präsentation steht ein mechanischer Arm namens EdgeMaestro, der sich laut Hersteller um rund 7,7 Zentimeter ausfahren lässt und das Schneidwerk näher an die Rasenkante bringt. Segway Navimow kombiniert die Hardware mit einer Steuerungssoftware, die Bewegungen in Echtzeit anpasst.

Der Hersteller beschreibt die Steuerlogik als EdgeSense 2.0. Diese soll den Arm nicht nur gezielt ausfahren, sondern auch Unebenheiten kompensieren, damit der Schnitt entlang von geschwungenen Beeten, Mauern oder rund um Pflanzinseln gleichmäßiger wird.
Navigation und Antrieb: Mehrere Systeme parallel
Für die Orientierung nutzt der Roboter eine Mehrfachlösung: eine als EFLS Tri‑Fusion bezeichnete Kombination aus LiDAR, Kameras und satellitengestützter NRTK‑Ortung. Ziel: präzise Bahnen auch ohne Begrenzungskabel. Zusätzlich sorgt ein Allradantrieb mit vier Radnabenmotoren für Traktion auf steilen oder unebenen Flächen.
Der Hersteller nennt technische Eckdaten wie die Fähigkeit, Steigungen bis zu 80 Prozent (etwa 38,6°) zu bewältigen, sowie die Überwindung von Hindernissen bis zu 6 cm Höhe. Solche Werte könnten den H5 Pro bei komplexen Grundstücksformen interessant machen.
Tier- und Naturschutz als Entwicklungsziel
Ein auffälliger Schwerpunkt liegt auf dem Schutz von Kleintieren: Neben Kamera- und LiDAR‑Daten setzt der H5 Pro einen thermischen Infrarotsensor ein, um z. B. Igel auch bei schlechten Lichtverhältnissen zu erkennen. Erkennt das System ein Tier, sollen die Messer stoppen und der Roboter eine alternative Route wählen.

Segway Navimow kündigte zudem eine Kooperation mit der „Igelhilfe Schulzendorf e.V.“ an, um die Erkennungsalgorithmen zu verbessern und die Schutzfunktionen in Feldversuchen zu prüfen. In der App ist außerdem ein spezieller Nachtmodus vorgesehen, der Fahrten in der dunklen Zeit einschränkt.
Offene Fragen vor dem Kauf
Wichtig für potenzielle Käufer: Preis und Liefertermin nannte das Unternehmen bislang nicht. Ob sich der Aufpreis für die zusätzliche Mechanik und die erweiterten Sensoren im Alltag rechnet, lässt sich deshalb noch nicht beurteilen.
- Vorteile: gezielter Kantenschnitt, kabelose Navigation, Tiererkennung, hohe Steigfähigkeit.
- Unklar: tatsächliche Praxiseffizienz des ausfahrbaren Arms, Zuverlässigkeit der Tiererkennung unter realen Bedingungen, Preisgestaltung.
Kurzüberblick: Technik auf einen Blick
| Merkmal | Angabe von Segway Navimow |
|---|---|
| Modell | Navimow H5 Pro |
| Neues Feature | EdgeMaestro — seitlich ausfahrbarer Mäharm (≈ 7,7 cm) |
| Steuerung | EdgeSense 2.0 für Echtzeit-Bewegungsanpassung |
| Navigation | EFLS Tri‑Fusion: LiDAR + Kamera + NRTK |
| Antrieb | Allrad mit vier Radnabenmotoren (Steigungen bis ~80 %) |
| Tierschutz | Kamera + LiDAR + thermischer Infrarotsensor, Nachtmodus in App |
| Hindernisse | Überwindung bis 6 cm angegeben |
| Verfügbarkeit / Preis | noch nicht kommuniziert |
Fazit: Technisch sieht das Paket aus wie ein gezielter Versuch, zwei typische Schwächen moderner Mähroboter zu adressieren — den Kantenschnitt und den Schutz von Kleintieren. Entscheidend wird sein, wie robust und zuverlässig der ausfahrbare Arm sowie die Tiererkennung im Alltag funktionieren. Unabhängige Tests und ein finaler Preis sind die nächsten Punkte, auf die Interessenten achten sollten.











