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In Deutschland hat die Sonne im vergangenen Jahr erstmals zwei große fossile Energieträger in der Stromerzeugung überrundet – ein sichtbares Zeichen des Wandels im Energiemix, das zugleich neue Fragen zur Geschwindigkeit des Ausbaus aufwirft. Trotz des Rekordwachstums warnen Branchenvertreter, dass das aktuelle Tempo nicht ausreicht, um die bis 2030 gesetzlich festgelegten Ausbauziele zu erreichen.
Zahlen, die die Verschiebung belegen
Nach einer vorläufigen Jahresbilanz des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW), gestützt auf Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme, entfiel 2025 rund 18 Prozent der deutschen Stromproduktion auf Photovoltaik. Damit liegt die Solarstromerzeugung vor Braunkohle (etwa 14 Prozent) und hinter Erdgas (rund 16 Prozent) zurück – eine Umkehr gegenüber früheren Jahren.
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Die mit mehr als 5,5 Millionen Anlagen erzeugte Strommenge stieg auf knapp 87 Terawattstunden, etwa 15 Terawattstunden mehr als im Vorjahr und damit ein neuer Bestwert.
Wind bleibt größte Quelle
Die wichtigste einzelne Erzeugungsquelle bleibt jedoch die Windenergie mit einem Anteil von etwa 27 Prozent. Die Kombination aus Wind- und Solarstrom prägt inzwischen deutlich das Stromangebot in Deutschland.
Ausbautempo stagniert
Obwohl die Produktion wuchs, ist der Zuwachs an installierter Leistung laut BSW kaum höher als zuvor. Im Jahr 2025 wurden rund 17,5 Gigawatt neue Photovoltaikleistung angeschlossen – praktisch dieselbe Größenordnung wie 2024.
Der Verband wertet diese Entwicklung als unzureichend: Bei gleichbleibendem Tempo seien die für 2030 verankerten Ziele gefährdet. Damit rückt die Frage in den Vordergrund, wie Planung, Genehmigungen und Förderbedingungen beschleunigt werden können, damit die installierten Kapazitäten deutlich schneller steigen.
In der öffentlichen Debatte werden verschiedene Stellschrauben genannt – von vereinfachten Zulassungsverfahren über verstärkte Nutzung von Dachflächen bis hin zu größeren Freiflächenprojekten. Konkrete Beschlüsse hierzu fehlen jedoch bislang auf nationaler Ebene.
Was das für Verbraucher und Versorgungssicherheit bedeutet
Die stärkere Rolle von Solar- und Windstrom hat unmittelbare Auswirkungen auf die Struktur des Energiemarkts: Fossile Kraftwerke verlieren anteilig, erneuerbare Quellen gewinnen an Bedeutung. Für die Versorgungssicherheit und die Erreichung nationaler Klimaziele ist eine zügigere Expansion der erneuerbaren Kapazitäten nach Einschätzung von Experten nötig.
Gleichzeitig stellt die Integration großer Mengen fluktuierender Erzeugung neue Anforderungen an Netzinfrastruktur, Speicherkapazitäten und Marktregeln – Themen, die in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen dürften.
Kurzum: Die Photovoltaik hat einen bedeutenden Sprung nach vorn gemacht und die Zusammensetzung der Stromerzeugung sichtbar verändert. Ob dieser Trend rasch genug fortgesetzt wird, entscheidet maßgeblich darüber, ob Deutschland seine Ausbauziele und die damit verbundenen Klimavorgaben erreichen kann.












