PS4: Sony nimmt veralteten Onlinedienst offline, Millionen betroffen

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Sony zieht die Support-Schraube an: Der Konzern hat angekündigt, dass ein langjähriger Sicherheitsdienst für den integrierten Browser der PS4 in den kommenden Jahren abgeschaltet wird. Für die meisten Nutzer ändert sich dadurch kaum etwas, doch Eltern und vereinzelte Browser-Anwender sollten den Zeitplan kennen.

Die Konsole ist inzwischen deutlich über zehn Jahre alt, und Sony reduziert schrittweise Features, die nur noch eine kleine Nutzergruppe betrifft. Hintergrund: Externe Schutzfunktionen aus der Frühzeit der PS4 verlieren an Bedeutung, weil viele Spieler inzwischen auf Smartphones oder dedizierte Geräte zum Surfen zurückgreifen.

Welche Dienste fallen weg?

Sony informiert, dass die von Trend Micro bereitgestellten Sicherheitsoptionen für den PS4-Browser eingestellt werden. Konkret betroffen sind die Angebote Kids Safety – ein Filter zur Altersbeschränkung von Inhalten – sowie Web Security, das vor Phishing und betrügerischen Webseiten schützt.

Trend Micro hatte diese Dienste bereits 2014 auf der PlayStation eingeführt, zur Zeit des PS4-Starts. Auf früheren Sony-Systemen wie der PS3, der PSP und der PS Vita waren vergleichbare Angebote im Einsatz; diese wurden dort bereits zum 31. Mai 2023 eingestellt. Auf der PS4 war das Abo zuletzt kostenpflichtig und lag in etwa bei 20 US-Dollar pro Jahr.

Stufenweise Abschaltung: die Termine

Sony plant keinen sofortigen Abbruch, sondern einen zweistufigen Übergang, damit verbleibende Abonnenten reagieren können. Die wichtigsten Daten im Überblick:

  • 25. August 2026: Verkauf und Verlängerung der Lizenzen im PlayStation Store werden eingestellt.
  • 25. August 2027: Die Server werden abgeschaltet; ab diesem Datum funktionieren die Trend-Micro-Dienste auf der PS4 nicht mehr.

Wer den Browser kaum nutzt, hat keinen Handlungsbedarf. Für den Alltag, Multiplayer, gespeicherte Spielstände oder das PlayStation Network hat die Abschaltung keine Auswirkungen.

Eltern, die bislang auf den Filter setzten, finden weiterhin Schutzmöglichkeiten: Sony verweist auf die eingebauten, kostenlosen Optionen der Konsole. Über die System-Kindersicherung lässt sich der Browser für einzelne Benutzerkonten komplett sperren.

  • System-Kindersicherung der PS4: Browserzugriff pro Profil blockieren.
  • Router- oder DNS-Filter: Netzwerkweit unangemessene Seiten unterbinden.
  • Suchmaschinen-Einstellungen: SafeSearch aktivieren für zusätzliche Filterung.

Fazit: Die Abschaltung ist eine konsequente Folge des schrittweisen Rückzugs älterer Funktionen von Sonys Plattformen. Für die Mehrheit der Nutzer bleibt alles beim Alten; Familien mit Browsernutzung sollten jedoch prüfen, ob sie künftig auf die integrierten Kontrollen oder alternative Schutzmechanismen umsteigen wollen.

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