Assassin’s Creed Black Flag Resynced verzeichnet Lob: Ubisoft Barcelona kürzt Personal

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Das aufwendig überarbeitete Remake „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ startet heute mit starken Kritiken – doch hinter den positiven Bewertungen steht ein harter Einschnitt: Ubisoft hat unmittelbar nach Fertigstellung 51 Beschäftigte seines spanischen Studios freigestellt. Für Spieler und die Branche wirft das Entlassungsmanagement Fragen zur Arbeitskultur und zur Zukunftspflege des Spiels auf.

Die Neuauflage des Piraten-Abenteuers kommt mit einem Metascore von 84 und gilt vielen Kritikern als der stärkste „Assassin’s Creed“-Release seit Jahren. Trotzdem überlagert die Personalentscheidung des Publishers den Erfolg; betroffene Kolleginnen und Kollegen in Barcelona hatten offenbar keine Garantie auf ein Anschlussprojekt.

51 Kündigungen trotz Erfolg

Nach einem exklusiven Bericht von Insider Gaming bestätigte Ubisoft die Entlassung von genau 51 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Studios in Barcelona, das als unterstützendes Team für das Hauptstudio in Singapur fungierte. Die Kündigungen wurden am 10. Juni bekanntgegeben und traten unmittelbar nach dem Abschluss der Arbeiten am Remake in Kraft.

Mehrere Beschäftigte berichten, dass bereits seit dem Sommer 2025 interne Sorgen bestanden, weil keine Neuzuweisungen zu Folgeprojekten erfolgten. Anders als in vielen AAA-Studios, wo Entwickler nahtlos in neue Produktionen wechseln, blieb diese Perspektive für Teile des Teams aus.

Stimmung am Tiefpunkt – Protest und Streik

Die Entlassungen trafen auf erhebliche Empörung: Mitarbeitende sprechen von einem Muster schlechter Behandlung, anhaltendem Talentverlust und einer stark hierarchisch geprägten Führungskultur. Ein anonymer Entwickler kritisierte, Entscheidungen würden zunehmend ohne Mitbestimmung gefällt und Rechte der Beschäftigten würden eingeschränkt.

Die Wut äußert sich nicht nur in Wortmeldungen. Über das Koordinationskomitee der spanischen Spielgewerkschaft wurde eine Streikaktion organisiert: Seit dem 30. Juni legen Teams an jedem Dienstag- und Donnerstagnachmittag die Arbeit nieder; derzeit ist die Aktion bis zum 16. Juli terminiert.

  • Datum der Entlassungen: Ankündigung am 10. Juni, Umsetzung unmittelbar danach.
  • Umfang: 51 Betroffene im Ubisoft-Studio Barcelona.
  • Arbeitskampf: Streikwellen dienstags und donnerstags vom 30. Juni bis 16. Juli.
  • Auswirkungen vor Ort: Geplante Launch-Feiern wurden abgesagt; intern gab es lediglich ein Catering-Treffen.

Was das für Spieler und die Branche bedeutet

Kurzfristig dürfte der Release von „Black Flag Resynced“ von der negativen Presse nicht unmittelbar an Verkaufszahlen einbüßen. Mittelfristig aber kann ein Abgang erfahrener Kräfte die Betreuung von Updates, Patches und Live-Operations erschweren – gerade bei großen Marken ist Kontinuität wichtig.

Für Ubisoft stehen außerdem reputationsbezogene Risiken im Raum: Arbeitsbedingungen und der Umgang mit Belegschaften spielen zunehmend eine Rolle bei Kaufentscheidungen, Recruiting und der öffentlichen Wahrnehmung.

Ob und wie das Management auf die Proteste reagiert, bleibt eine der zentralen Fragen der kommenden Wochen. Klar ist: Der positive Kritikerstart des Spiels ändert nichts an der Tatsache, dass Personalpolitik und Unternehmenskommunikation nun den Test für Ubisofts langfristige Strategie darstellen.

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