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Die Umstrukturierung unter Xbox-Chefin Asha Sharma wirkt sich unmittelbar auf die Teams bei Bethesda aus: Beschäftigte warnen, dass die Arbeiten an The Elder Scrolls 6 nun stärker verzögert werden könnten — und dass ein härterer Projektrhythmus mit mehr Crunch droht. Für Fans und die Spielebranche ist das ein Signal, das die Zeitplanung für eines der meist erwarteten Rollenspiele deutlich unübersichtlicher macht.
Anfang der Woche legte Microsoft einen weitreichenden Personalabbau in der Gaming-Sparte offen: Insgesamt sollen rund 3.200 Stellen wegfallen, außerdem wurden mehrere Entwicklerstudios geschlossen. Offiziell heißt es, der Konzern wolle sich künftig stärker auf bewährte Marken konzentrieren. Intern aber zeichnet sich ein anderes Bild: Bei Bethesda, dem Studio hinter der Reihe, sorgt die Welle von Kündigungen für ein spürbares Vakuum an Erfahrung und Know-how.
Wegfall von Schlüsselkräften trifft Entwicklungsfortschritt
Nach Aussagen von Mitarbeitenden fielen bei den Bethesda Game Studios mehr als fünfzig Stellen den Entlassungen zum Opfer. Kritisch ist vor allem, dass darunter nicht nur administrative Posten waren, sondern auch Entwickler, die aktiv am neuen Rollenspiel gearbeitet hatten. Das steigert die Befürchtung, dass zentrale Produktionsphasen umgestoßen werden könnten.
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Die Stimmung im Team sei stark beeinträchtigt, berichten Angestellte. Kollegiale Ritualen, mit denen Beschäftigte Abschied nahmen, wie kleine Gedenkbereiche in Büros, wurden offenbar wieder entfernt, nachdem die Personalabteilung eingegriffen hatte — ein Hinweis darauf, wie angespannt die Lage ist.
Risiko: Verzögerungen, Fremdpersonal und Know-how-Verlust
Entwickler schildern zwei konkrete Gefahren: Erstens, dass fehlende Fachkräfte durch externe Zeitarbeiter ersetzt werden, die zunächst eingearbeitet werden müssen; zweitens, dass viele Werkzeuge bei Bethesda proprietär sind und externen Teams nicht sofort zur Verfügung stehen. Beides zusammen könne Projekte verlangsamen und Druck auf die verbleibenden Teams erhöhen.
- Direkte Folgen: Weniger erfahrene Teammitglieder an zentralen Stellen, längere Einarbeitungszeiten.
- Operative Risiken: Externe Dienstleister verstehen proprietäre Tools nicht ohne Weiteres.
- Soziale Auswirkungen: Sinkende Moral, höhere Fluktuation, potenziell mehr Überstunden.
- Zeitplan: Bereits erwartete Veröffentlichungstermine könnten sich weiter nach hinten verschieben.
Ein Entwickler bringt es so auf den Punkt: Neueingestellte oder externe Kräfte verursachen zunächst Mehraufwand, statt sofort Produktivität zu bringen — das erhöht die Wahrscheinlichkeit von zusätzlichem Crunch, um verlorene Zeit aufzuholen.
Auch ZeniMax Online ist betroffen
Die Umbauten bei Xbox betreffen nicht nur die klassischen Bethesda-Studios: Beim Schwesterstudio ZeniMax Online, verantwortlich für The Elder Scrolls Online, wurden ebenfalls Hunderte Stellen gestrichen. Das reduziert Optionen, vakante Rollen intern zu überbrücken.
Für die Community bedeutet das: Die Geduld mit einem potenziellen Erscheinungsdatum für The Elder Scrolls 6 wird weiter auf die Probe gestellt. Insider hatten zuletzt ohnehin mit einem frühesten Termin um Mitte bis Ende 2028 gerechnet; die aktuelle Welle könnte dieses Fenster noch weiter aufweichen.
Aus Sicht der Branche steht mehr auf dem Spiel als ein einzelner Release: Markenreputation, Mitarbeiterbindung und die Fähigkeit, große, ambitionierte Projekte termingerecht abzuschließen, sind betroffen. Beobachter werden nun genau auf weitere Ankündigungen von Microsoft und Bethesda achten — und darauf, ob konkrete Maßnahmen zur Stabilisierung der Entwicklung folgen.












