Onimusha Way of the Sword: Diese Spielmechaniken entscheiden euren Einstieg

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Kurz vor dem Verkaufsstart hat Capcoms Reboot Onimusha: Way of the Sword in einer PS5-Preview einen sehr konkreten Eindruck hinterlassen: Das Kampfsystem wirkt kraftvoll und fordernd, die Bossbegegnungen spielprägend. Für Fans der Reihe und Action‑Spieler ist das Ergebnis wenige Wochen vor Release entscheidend – hier steht viel auf dem Spiel.

Nach mehr als zwei Jahrzehnten Pause kehrt die Marke zurück: In etwa vier Wochen soll der Titel in den Handel kommen. Wir verbrachten rund zweieinhalb Stunden mit einer Preview-Fassung und probierten außerdem kurz die Version für die Nintendo Switch 2 – Eindrücke und Einordnung folgen im Text.

Was die Preview enthüllte

Die neue Ausgabe ist kein Remake, sondern ein eigenständiger Neustart mit neuer Handlung. Die von uns getestete Sequenz setzte direkt an die kostenlose Demo an: Nach einem Duell mit Sasaki Ganryū begleitet ihr den Samurai Musashi weiter durch den Kiyomizu‑Tempel – bis er in eine fremdartige Dimension gerät, in der er alles andere als willkommen ist.

Dort trafen wir neue NPCs, sammelten zwei zusätzliche Oni‑Waffen ein und standen drei umfangreichen Bosskämpfen gegenüber. Jede Begegnung veränderte das Tempo: Kleine Gefechte, größere Scharmützel und schließlich die dramatischen Duelle gegen mächtige Genma.

Schwierigkeit: härter als die Demo

Capcom hatte kritische Rückmeldungen zur Leichtigkeit der Demo aufgenommen – in der Preview fällt das Spiel spürbar fordernder aus. Ein Grund ist, dass im finalen Spiel wichtige Fähigkeiten nicht von Beginn an zur Verfügung stehen und erst freigeschaltet werden müssen.

Das zwingt euch, Taktiken anzupassen: Paraden sind etwa nicht sofort nutzbar, wodurch Ausweichen und Timing an Bedeutung gewinnen. Besonders Schilde tragende Genma, kombinierte Bogenschützen und schnelle Schwertkämpfer forderten uns wiederholt heraus.

Freischaltungen, Schrein‑System und Kostüme

Neue Fähigkeiten erwerbt ihr an Schreinen gegen rote Seelen. Die Upgrades gliedern sich grob in drei Bereiche: Ausrüstung, Grundfähigkeiten und Spezialfähigkeiten. Paraden gehören zu den Grundfähigkeiten und müssen erkauft werden.

Ein NPC namens Takamura fungiert in der Preview als Auftraggeber und Demonstrator – nach einem Gespräch mit ihm öffneten sich Trainingsmöglichkeiten, in denen Musashi in eine alternative Arena versetzt wird. Dort lassen sich besiegte Bosse erneut herausfordern und Belohnungen wie neue Outfits verdienen. Kurz gesagt: Es gibt sichtbare Fortschritte, die sich spielerisch auswirken.

  • Kampfgefühl: Wuchtiges Trefferfeedback, präzise Steuerung.
  • Schwierigkeit: Anspruch höher als in der Demo, paraden müssen freigeschaltet werden.
  • Unlocks: Schreine für rote Seelen – Ausrüstung, Grund‑ und Spezialfähigkeiten.
  • Extras: Trainingsarena, Kostüme, wiederholbare Bossfights.
  • Plattformen: PS5‑Preview ausführlich gespielt; Switch‑2‑Fassung hinterließ einen guten Ersteindruck.

Bosskämpfe als Kernmoment

Die Bossduelle zählen zu den stärksten Momenten der Preview. Ein erster, menschenfressender Genma wirkte noch relativ geradlinig, war aber atmosphärisch stark inszeniert. Der zweite Boss, ein sechsarmiges Biest, zeigte dagegen eine breite Palette an Angriffsarten: Werfen von Felsbrocken, Greifattacken und schnelle Schlagfolgen – ein intensives, hektisches Gefecht, das taktisches Verhalten belohnte.

Beim letzten Boss brillierte das Kampfsystem: Wuchtige Schläge und gleichzeitig die Notwendigkeit, Raum und Gruppenverhalten zu managen. Die Mischung aus Direktheit und Strategie macht Lust auf weitere Progression und auf das, was ein voll ausgebauter Musashi leisten kann.

Mehr als reine Action

Abseits der Duelle bot die Preview kurze, offenere Bereiche und erste Nebenaufgaben. In einer kleinen Quest brachte Musashi verschleppte Statuen zurück in einen farbenprächtigen Schrein – ein visueller Gegenpol zur sonst eher düsteren Stimmung.

Rätsel lassen sich ebenfalls finden: In der Parallelwelt kam ein Oni‑Bogen zum Einsatz, mit dem ein Durchgang geöffnet werden musste. Die Herausforderungen sind derzeit klein, lockern das Tempo aber sinnvoll auf.

Offene Fragen zur Story und zum Umfang

Zwar ist die Inszenierung bereits filmisch und liefert neue Facetten zu Musashis Rachemotivation, doch zentrale Details bleiben unklar. Ebenso schwer zu bewerten sind Qualität und Tiefe der Side‑Content‑Angebote: Wir sahen erste Ansätze, doch Aussagen zum Langzeitspaß sind noch vorläufig.

Positiv ist, dass Kampfsystem, Bossdesign und visuelle Momente gut zusammenspielen – ob die erzählerische Wucht auf Dauer trägt, wird das fertige Spiel zeigen.

Fazit – erste Einschätzung

Unser Preview‑Durchlauf endete mit der klaren Erkenntnis: Capcom liefert ein technisch wie spielerisch solides Actionpaket ab, das die Marke erfolgreich erneuern könnte. Die Stärken liegen beim Kampffeeling, beim Level‑Design der Bossbegegnungen und bei den spürbaren Progressionssystemen.

Was noch fehlt, ist ein vollständiger Eindruck von Umfang und Nebeninhalten sowie eine abschließende Bewertung der Storywirkung. Insgesamt sind die Vorzeichen jedoch positiv: Für Fans von anspruchsvollen Schwertkämpfen dürfte Onimusha: Way of the Sword eine der spannendsten Neuerscheinungen der Saison werden.

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