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CD Projekt RED belebt einen Klassiker neu: Mit einem kostenfreien Remaster für Käufer von The Witcher 3: Wild Hunt und einer neuen Erweiterung namens Songs of the Past bringt der Entwickler das zehn Jahre alte Rollenspiel wieder ins Rampenlicht. Warum das jetzt relevant ist: Das Projekt testet, wie ein überarbeiteter Genre-Klassiker gegen aktuelle Open‑World‑RPGs bestehen kann — und ob er alte wie neue Spielerschichten zurückgewinnt.
Die Ankündigungen erfolgten im Rahmen der Gamescom: Das Remaster soll bereits am 29. September 2026 erscheinen, die Erweiterung ist für 2027 geplant. CD Projekt RED zeigt dabei nicht nur optische Aufpolierung, sondern liefert auch neues Spielmaterial, das die Welt von Geralt erweitert.
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Neues Land, neue Geschichte
Songs of the Past setzt zeitlich nach der Erweiterung Blood and Wine an und öffnet eine eigenständige Spielregion namens Letten. Das Add-on bietet erneut eine separate Open‑World — kein bloßes DLC-Gebäude, sondern ein in sich stehendes Kapitel.
Als Ausgangspunkt dient ein persönlicher Ruf nach Hilfe: Der Barde Rittersporn trauert um einen Verlust, und Geralt wird gebeten, die Lage zu prüfen. Schnell offenbaren sich Hintergründe, die das idyllische Bild der Region trüben und das Abenteuer in eine dunklere Richtung lenken.
Dornengarten: Tagesidyll und nächtlicher Albtraum
Ein markantes Szenario der Präsentation war der sogenannte Dornengarten. Tagsüber wirkt die Gegend von Letten durch eingesetzte Architektur- und Landschaftsreferenzen warm und einladend; man spürt eher ländlichen Charme als bedrückende Düsternis.

Bei Nacht kippt die Stimmung jedoch vollständig: überwucherte Flora, verschobene Lichtverhältnisse und ein überdimensionaler Mond schaffen eine unheimliche Kulisse. In dieser Sequenz treten die technischen Fortschritte des Remasters besonders hervor — moderneres Licht- und Schatten‑Rendering, Raytracing‑Effekte und allgemein schärfere Details. Kleinere Unstimmigkeiten, etwa bei der Haar‑Darstellung, wirkten noch nicht vollständig auspoliert.
Änderungen im Kampf und neue Werkzeuge
Die Kämpfe zeigen eine deutlichere Überarbeitung: Animationen sind flüssiger, das Tempo wirkt angezogen, und Geralt bewegt sich agiler über das Schlachtfeld. In der Demo war erkennbar, dass Ausweichmanöver nun dynamischer inszeniert werden.

Neu ins Arsenal kommt ein eindrückliches Werkzeug: ein Haken an der Kette. Damit zieht Geralt Gegner heran, markiert Schwachstellen und kombiniert gezielt Angriffe. In der gezeigten Sequenz nutzte er die Kette gegen sogenannte „Swarmion“-Wesen — zombieähnliche Gegner, die aus Pflanzen und untoten Körpern bestehen.
Parallel wurden Talente und Skill‑Trees überarbeitet; neue Fähigkeiten tauchen auf, alte wurden angepasst. Die Präsentation erlaubte allerdings nur kurze Blicke auf das Menü, weshalb viele Feinheiten noch offen bleiben.
- Remaster‑Technik: Raytracing, verbesserte Licht-/Schatteneffekte, detailliertere Umgebungen.
- Neue Region: Letten mit eigener Open‑World und mehreren Stunden zusätzlichen Inhalts (CDPR schätzt 20–30 Stunden Spielzeit).
- Gameplay: schnellere, flüssigere Animationen, neuer Haken‑Mechanik, aktualisierte Skill‑Trees.
- Atmosphäre: starke Tag/Nacht‑Kontraste und stimmungsvolle Zwischensequenzen.
Was wir gesehen haben — und was nicht
Die gezeigte Präsentation dauerte rund 45 Minuten und gab ein gutes Bild vom Ton und Aufbau des Add‑ons. Wichtig zu betonen: Es handelte sich um eine Vorführversion — eigenes Spielen war nicht möglich, viele Details (Balancing, Endgame‑Inhalte, Preisgestaltung der Erweiterung) bleiben unbestätigt.
Für Besitzer des Originals ist das kostenfreie Remaster ein starker Anreiz, das Spiel erneut zu starten; zugleich hat CD Projekt RED die Chance, mit frischer Technik und erweitertem Content die Relevanz von Geralt gegenüber aktuellen Rollenspielen zu behaupten.
Ein Blick nach vorn
Offen ist noch, wie sich Remaster und Erweiterung technisch auf unterschiedlichen Plattformen schlagen werden und wie tiefgreifend das Gameplay‑Upgrade in der Breite ausfällt. Für Fans bedeutet das: Vorfreude, aber auch die Erwartung, dass CDPR viele Detailfragen vor dem Release beantworten muss.
In der Summe zeigt der Auftritt, dass ein gut überarbeitetes Meisterwerk aus der Konsole der vergangenen Generation neuen Schwung bekommen kann — und dass Geralt offenbar nicht so schnell Abbaden geht.












