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Cricut hat mit dem Maker 5 seine bisherige Schneidemaschine überarbeitet – und vor allem ihre Einsatzgrenzen verschoben. Für Bastler und Kleinunternehmer bedeutet das: dickeres Material, neue Bearbeitungsmethoden und ein kompakteres Gerät, das Projekte möglich macht, die mit dem Vorgänger schwer oder gar nicht realisierbar waren.
Mehr Materialstärke, mehr Einsatzfelder
Cricut Maker 5: kleineres Format, mehr Möglichkeiten beim Gravieren
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Das auffälligste technische Update: Der Maker 5 schneidet nun Werkstoffe bis zu 3 Millimeter Stärke – etwa ein Viertel dicker als beim Maker 4. Damit lassen sich neben Papier und Vinyl auch robustere Materialien wie Acryl, Leder, Metall- oder Schaumplatten besser verarbeiten.

Konkrete Folgen: Wer bislang nur dünne Projektteile herstellen konnte, kann jetzt stabile Acrylschilder fertigen, Metallanhänger gravieren oder dickeren Filz nutzen. Das erweitert die Produktpalette für Hobbybastler ebenso wie für Etsy-Verkäufer oder kleine Manufakturen.
Werkzeuge und Bearbeitungsarten
Der Maker 5 ist mit einer Reihe spezialisierter Werkzeuge kompatibel; die wichtigsten Funktionen in der Übersicht:
- Schneiden (verschiedene Klingen für dünne und dicke Materialien)
- Gravieren (Metall, hartere Kunststoffe)
- Zeichnen und Schreiben (Stifte und Marker)
- Prägen (Reliefeffekte auf Karton oder Leder)
- Falzen (saubere Knickkanten für Verpackungen)
- Folienveredelung (Heißprägen/Transfertechniken)
Insgesamt sind rund 13 Werkzeuge vorgesehen, was die Maschine sowohl für detailreiche Gestaltung als auch für robuste Serienproduktion interessant macht.
Kompakteres Design
Cricut gibt an, der Maker 5 sei etwa 30 Prozent kleiner als der Vorgänger – bei gleicher maximaler Schneidebreite. Für Anwender mit begrenztem Platz auf dem Basteltisch oder im Home-Office ist das ein spürbarer Vorteil.
Kleiner Gehäuseabdruck bedeutet nicht weniger Funktion: Die Maschine behält die professionelle Materialvielfalt, wirkt aber wohnraumtauglicher. Neu hinzugekommen ist außerdem eine Farboption namens „Slate Blue“.
Software: KI-gestützte Hilfen, aber nicht komplett kostenlos
Die Bedienung erfolgt wie gewohnt über Cricut Design Space. Neu sind KI-gestützte Tools, die Designschritte vorschlagen oder Bilder automatisch in schneidbare Vorlagen umwandeln sollen.

Wichtig für Nutzer: Einige dieser Funktionen und zusätzliche Inhalte sind weiterhin an das kostenpflichtige Cricut Access-Abonnement gebunden. Wer die Software ohne Abo nutzt, profitiert nur eingeschränkt von den neuen KI-Features.
Preis, Verfügbarkeit und Bundles
Der Maker 5 ist seit dem 4. September 2026 erhältlich. Als Einstiegspreis nennt Cricut 449,99 Euro; es werden auch Bundles mit zusätzlichen Spitzen (u. a. Gravur- oder Messerklinge) angeboten.
Für Käufer bedeutet das: Die Anschaffungskosten orientieren sich am bisherigen High-End-Segment von Cricut, mit zusätzlichen Kosten, wenn bestimmte Software- oder Materialpakete gewünscht sind.
Für wen lohnt sich der Umstieg?
Ein kurzer Entscheidungsleitfaden:
- Wer regelmäßig mit Acryl, dicken Filzen, Leder oder Metall arbeitet: Der Umstieg lohnt, weil neue Projekte technisch möglich werden.
- Gelegenheitsbastler mit überwiegend dünnen Materialien: Eher nicht zwingend – der Maker 4 bleibt für viele Anwendungen ausreichend.
- Neukäufer, die platzsparende High-End-Funktionalität suchen: Maker 5 ist aktuell das attraktivere Modell.
Einordung
Technisch betrachtet handelt es sich beim Maker 5 weniger um einen radikalen Neustart als um eine zielgerichtete Evolution: Cricut hat eine der größten Schwächen des Vorgängers – die begrenzte Materialstärke – adressiert und gleichzeitig die Maschine für kleinere Arbeitsumgebungen optimiert.
Ob sich das Upgrade für bestehende Maker-4-Besitzer rentiert, hängt damit vor allem vom eigenen Materialmix ab. Für Profis und ambitionierte Heimanwender, die robustere Produkte herstellen wollen, verschiebt der Maker 5 die Grenzen deutlich nach vorn.











