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Kürzlich hat Ubisoft seine Bilanz für das Fiskaljahr 2025/26 vorgelegt — mit einem deutlichen Minus in dreistelliger Millionenhöhe und der Ankündigung, den Plan zur Rückkehr in die Gewinnzone zu verschieben. Die Entwicklung betrifft nicht nur Anleger, sondern auch die Release-Planung, Personalentscheidungen und die Ausrichtung auf Live-Services.
Der Spielekonzern meldet für den Zeitraum vom 1. April 2025 bis 31. März 2026 einen tiefen **operativen Verlust** und einen noch höheren Nettoverlust. Laut Geschäftsbericht sank zugleich das Geschäft mit Käufen und Inhalten deutlich, was das Ergebnis weiter belastete.
Worum es finanziell genau geht
In den Zahlen fallen zwei Werte besonders ins Gewicht: Der ausgewiesene bereinigte operative Verlust liegt bei rund 1,32 Milliarden Euro, der Nettoverlust bei etwa 1,475 Milliarden Euro. Finanzchef Frédéric Duguet wies außerdem auf einen Rückgang der Nettobuchungen von 17,4 Prozent hin; diese beliefen sich auf circa 1,53 Milliarden Euro im abgelaufenen Jahr.
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- Bereinigter operativer Verlust: ~1,32 Mrd. Euro
- Nettoverlust: ~1,475 Mrd. Euro
- Nettobuchungen: 1,53 Mrd. Euro (-17,4%)
- Prognose 2026/27: weiterer Verlust von rund 500 Mio. Euro
Diese Zahlen erklären, warum Ubisoft seine Zeitlinie für die Rückkehr zur Profitabilität angepasst hat: Profit wird jetzt erst für das Fiskaljahr 2027/28 erwartet — ein Jahr später als zuvor geplant.
Gründe für das Minus
Der Bericht nennt mehrere Belastungsfaktoren: ein Mangel an großen Blockbustern im Berichtsjahr, Verzögerungen bei geplanten Starts und umfangreiche Umstrukturierungen. Letztere umfassen Personalabbau und Kostensenkungsprogramme, die bereits spürbare Effekte auf die Fixkosten hatten.
Im vergangenen Jahr strich Ubisoft ungefähr 1.200 Stellen; die Belegschaft liegt nun bei rund 16.600 Mitarbeitenden. Dadurch sanken die jährlichen Fixkosten um rund 118 Millionen Euro auf 1,435 Milliarden Euro. Das Management plant, diese laufenden Kosten bis März 2028 weiter auf etwa 1,25 Milliarden Euro zu drücken.
Liquidität und Refinanzierung
Trotz der Verluste betont Ubisoft, über ausreichende Liquidität für fällige Zahlungen zu verfügen und bereits Gespräche mit Kreditgebern über die Refinanzierung zu führen. Für Anleger bleibt das ein wichtiges Signal, zugleich ist die Lage fragil — besonders wenn künftige Veröffentlichungen hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Was Spieler und Markt erwarten können
Als Hoffnungsträger für die kommenden Quartale nennt Ubisoft das Remaster/Remake Assassin’s Creed Black Flag Resynced, dessen Veröffentlichung für den 9. Juli 2026 angesetzt ist. Das Unternehmen rechnet damit, dass dieses Projekt einen erheblichen Beitrag zu den Nettobuchungen leisten kann — intern wird ein Anteil von bis zu 250 Millionen Euro in Aussicht gestellt.
Gleichzeitig sagt Ubisoft für 2026/27 einen Rückgang der Umsätze aus Spieleverkäufen und zugehörigen Diensten von acht bis neun Prozent voraus.
Was das für verschiedene Gruppen bedeutet
- Für Investoren: Die Gewinnverschiebung erhöht die Unsicherheit; Refinanzierungsverhandlungen sind daher entscheidend.
- Für Mitarbeitende: Weitere Sparrunden sind möglich, da das Unternehmen Fixkosten weiter senken will.
- Für Spieler: Fokus auf Live-Service-Titel und ausgewählte große Releases — kleinere Projekte könnten zurückgestellt werden.
Ubisofts Fahrplan bleibt stark abhängig von kommenden Titelveröffentlichungen und dem Erfolg seiner Live-Services. Gelingt die Stabilisierung der Einnahmen und der Cashflow wie geplant, könnte das Unternehmen ab 2027/28 wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Bis dahin sind weitere Anpassungen und Kurskorrekturen wahrscheinlich.












