Reloop Beatpad 2

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Reloop Beatpad 2
Reloop Beatpad 2

Das Beatpad 2 von Reloop scheint ein wahrer Alleskönner zu sein, klein, kompakt und dennoch wartet der kleine 2 Deck Controller mit etlichen Funktionen auf die es so in der Preisklasse nicht gibt. Zum einen wird nicht nur eine Software Unterstützt, das neue Beatpad 2 funktioniert auch mit iPad, iPhone, OSX, Windows und Android Geräten. Die Pitch Fader sind 100 mm lang und die beleuchteten Jogs haben einen Durchmesser von 15,5 cm. Zudem hat man dem Controller 16 anschlagdynamische RGB Pads spendiert die je nach Funktion verschiedene Farben einnehmen.

Reloop Beatpad 2 Rückseite
Reloop Beatpad 2 Rückseite

Auf der Rückseite findet man noch einen professionellen XLR Anschluss sowie einen Cinch Master Ausgang, damit lässt sich das Gerät problemlos zu Hause wie auch an einer professionelle PA betreiben.
Positiv überrascht bin ich über den zusätzlichen Line / Phono Eingang mit Anschluss für die Masse, man kann so einen zusätzliche Zuspieler wie CD-Player oder Plattenspieler anschließen. Der zusätzliche Eingang ist separat über einen Drehknopf in der Master Sektion zu regeln.
Ebenfalls findet man man hinten am Gerät den USB und Stromanschluss, sowie einen extra iPad Connector. Damit man sich nicht lange mit Adaptern und Kabeln ärgern muss legt dir Reloop direkt die passenden Adapter Kabel für USB-, Lightning-, Android OTG Kabel und das Netzteil bei. Leider gab es keine Infos dazu ob das Beatpad 2 am PC auch ohne Netzteil auskommen kann.
Zudem ist eine Vorrichtung für ein Kensington Schloss vorhanden um den Controller vor Diebstahl zu schützen.

An der Vorderseite lassen sich die Kopfhörer anschließen, dazu stehen gleich zwei Klinke Buchen in 3,5 mm und 6,3 mm bereit. Die Lautstärke für die Kopfhörer und der Cue-Mix wird aber zum Glück oben an zwei separaten Potis in der Master Sektion eingestellt.
Das Mikrofon lässt sich ebenfalls an der Vorderseite an einer 6,3 mm Klinken Buchse anschließen, ebenfalls an der Vorderseite und direkt daneben ist der Lautstärke Regler für das Mikrofon.

Die Benutzeroberfläche des Beatpad 2 wirkt aufgeräumt und intuitiv, auch wen die Potis der Kanalzüge und der Master Sektion recht eng aneinander liegen – das lässt aber die kompakte Bauweise auch nicht anders zu. Weiter findet man in der Master Sektion noch ein großes Wählrad für die Musiksuche, einen Regler für die Master Lautstärke selbst, einen Rec Knopf für die direkte Aufnahme des Sets in der Software sowie die Kopfhörer-Zuweisung und Load Tasten für die Decks.
Die Lautstärke der Decks soll man wie beim Vorgänger über zwei etwas gewöhnungsbedürftige 8-teilige Segmentanzeigen links und rechts neben den Schacht fürs Tablet ablesen können.

Der Equalizer lässt sich in zwei Modi betreiben, einmal im klassischen 3-Band EQ Modus wie man es von einem normalen Mischpult gewohnt ist und im Filter EQ Modus. Ein Schalter an der Rückseite macht diese Einstellung möglich, diese werden dann ebenfalls über die EQ Potis gesteuert. Also entweder klassischer EQ oder Filter, aber nicht beides zusammen. Dazu fehlt es dem kompakten Gerät auch einfach an Platz für zusätzliche Bedienelemente – dennoch ein tolles Gimmick! Die Filter sind dann in High-Pass und Low-Pass aufgeteilt, diese Funktion kenne ich bislang in der Form nur vom Allen & Heath Xone DB4.

Reloop Beatpad 2 Detial
Reloop Beatpad 2 Detial

Die bunte Beleuchtung der 15,5 cm großen Teller soll dir Informationen zu Trackposition sowie Loop- und Effekt Funktionen darstellen. Die 16 beleuchteten RGB performance Pads können durch Funktionstasten verschiedene Aufgaben wie Hot-Cue, Sampler, Beat Effekte etc. erfüllen. Die LEDs am Gerät können zudem in der Helligkeit durch keinen kleine Drehknopf an der Rückseite verändert werden, ebenfalls eine tolle Einstellung.

Wer Beatmatchen üben möchte hat hier die volle Auswahl, entweder über das Jog, die Pitch-Bend Knöpfe unter dem Fader oder durch klassisches Pitch Riding am Pitch Fader selbst. Toll finde ich die Aufteilung, der lange 100 mm lange Pitch Fader ist nicht zu nah am Jogwheel verbaut. Weiter kann man durch die Shift Funktion die Pitch Bend Knöpfe für Key-Lock und Key Match verwenden und so das sogenannte “harmonic mixing” üben.
Line Fader wie auch der Crossfader haben mit 45 mm eine etwas kürzere aber brauchbare Länge. Wer die Crossfader Kurve für das Scratchen umstellen möchte muss sich hier auf die Software verlassen, es gibt dafür keine extra hardwareseitige Einstellung.

Da der Controller so viele Funktionen erfüllen will ist nahezu jedes Bedienelement durch die Hilfe der Shift Taste doppelt belegt. Daher findet man auch keine extra Knöpfe um Effekte zu steuern und muss diese über Shift Funktionen anwählen. So wurde auch der extra Filter Poti von den RGB Pads verdrängt (jedoch über EQ Modi wählbar – siehe oben). Letztendlich spielt hier auch der Gedanke mit das man viele Funktionen per Touch am Tablet selbst viel intuitiver steuern kann, wofür das Beatpad 2 auch konzipiert wurde.
Wo wir gerade bei Doppelbelegungen und Shift Funktionen sind finde ich es schade das man wirklich nur zwei Decks steuern kann, andere Controller im 2-Kanal-Design können durch einen Dual Deck Modus dann 4 Decks steuern, das wäre noch ein tolles Feature für das Beatpad 2 gewesen was Reloop in meinen Augen verpasst hat zu implementieren.

Mit knapp 4 kg Gewicht kommt es nicht gerade leicht daher und mit 46,0 cm Breite, 32,5 cm Tiefe und einer Höhe von 4,2 cm ist das Gerät auch genau so groß und schwer wie das erste Beatpad.
Wie beim Vorgänger auch findet man noch einen kleinen Schacht der direkt für das iPad oder iPhone gedacht ist. Ob andere Tablets oder Smartphones darin Platz finden kann man vorab nicht zu 100% sagen. Die Baugröße der smarten Geräte ist ja schließlich nicht genormt. Meiner Ansicht nach hätte man diesen Schacht einsparen können und so den Bedienelementen mehr Platz und Luft spendieren können, das hätte dem Workflow bei der recht engen Einteilung bestimmt nicht geschadet.

Das Beatpad 2 ist für die djay 2 App entwickelt worden und soll zkünftig auch mit djay Pro am Apple arbeiten. Etwas schade finde ich das dem Controller aber keinerlei Software oder Download-Gutschein beiliegen wird (hätte ich bei dem Preis eigentlich erwartet). Die djay 2 App (Android oder iOS) muss separat im jeweiligen App Store gekauft werden, gleiches gilt für die unterstützte VJAY App. Mappings für Virtual DJ wie auch Traktor stellt Reloop auf der Homepage bereit. Wer vor hat das Beatpad 2 mit Android zu betreiben sollte darauf achten das sein Gerät mit Android 5.0 Lolipop (oder höher) arbeitet.

Im Großen und Ganzen halte ich das Reloop Beatpad 2 druch die RGB performance Pads, welche mittlerweile Standard für DJ Controller sind, für eine tolle Neuauflage. Mit einem UVP von 499 € ist das Beatpad 2 aber nicht gerade günstig und rund 50 € teurer als der Vorgänger, bleibt zu hoffen das sich die Qualität an der Terminal Mix Serie orientiert welche mir zuletzt sehr gut gefallen hat.

Hersteller Seite: Reloop Beatpad 2

Funktionsübersicht

  • professioneller DJ-Controller für iPad, Mac/PC und Android-Plattform
  • NEU: Multisensorische Performance-Sektion mit 16 anschlagdynamischen Drum Pads
  • NEU: 8 beleuchtete Performance Modi mit RGB-LED Feedback für Pads und Jog Wheels
  • NEU: Farbcodierter Hot Cue & Sampler Mode
  • NEU: Auto Loop / Bounce Loop Mode
  • NEU: Touch FX / Jog FX Mode für interaktive Effektmodulation
  • NEU: Slicer / Slice Loop Mode für dekonstruiertes Remixing
  • NEU: EQ Preset Switch für Filter / 3-Band EQ
  • NEU: Harmonic Mixing via Key Lock & Key Match-Funktion
  • NEU: Erweitertes Track Management: Track Preview / Queue, Library Switch & Grid-Editierung
  • Zugriff auf Millionen von Tracks mit der preisgekrönten DJAY & Spotify-Integration
  • integriertes 4-Kanal USB-Audio Club Interface
  • Kompatibel mit allen iPads mit Lighning-Anschluss (iOS 6 oder höher), Android 5 und Mac OSX
  • integrierte iPad / Tablet-Halterung
  • DJAY 2 App: Erhältlich im Apple-, Google Play- und Amazon-App Store
  • Plug ‘n’ Play: Einfacher Anschluss vom iPad / Android oder Mac/PC und Tracks aus der Musikbibliothek mixen
  • dank USB-Interface auch als Controller für PC/Mac einsetzbar
  • ultraflache XXL-Jog Wheels (15,5 cm Durchmesser) mit Vinyl Grip Oberfläche
  • Multicolor-LED-Jog Wheel-Rand für visuelles Feedback von virtueller Nadelposition und Effekt- und Loop-Modulationen
  • große Transportsektion mit Soft Touch Gummitasten
  • Fader-Start-Funktion
  • ergonomisch angeordnetes Mixer/CD-Player Design für schnellen und einfachen Zugriff
  • 2-Kanal Club Mixer Design mit Filter / 3-Band-EQ Layout
  • großer 100-mm-Pitch Fader
  • vielseitige Kontrollen für Effekte, Looping, Hot Cues und Sampler
  • Aux-Stereo Cinch Eingang (mit Phono Pre-Amp) zum Anschluss eines CD-Players, iPod oder Turntables mit separatem Lautstärkeregler
  • 6,3-mm-Klinke Mikrofonanschluss mit Lautstärkeregelung
  • Club Interface: die PA kann mit XLR- oder asymmetrischen Stereo-Cinch Ausgängen angeschlossen werden
  • 2 Kopfhöreranschlüsse: 3,5 mm & 6,3 mm Stereo-Klinke
  • Shift Knöpfe für zweite Funktionsebene
  • alle Bedienelemente in Club-Größe und -Qualität
  • kompatibel mit jeder MIDI-lernfähigen Software
  • USB-, Lightning-, Android OTG-Kabel und Netzteil im Lieferumfang enthalten
  • Diebstahlsicherung: Kensington Sicherheitsschloss
  • ASIO-Treiber mit minimalster Latenz und hochwertigen Audio Eigenschaften
  • Mac OSX und Windows XP/Vista/7 kompatibel
  • Mapping erhältlich für Traktor Pro 2 und Virtual DJ
  • Plug’n’Play ready für DJAY von Algoriddim (OSX / iOS / Android)

Reloop Beatpad 2
Reloop Beatpad 2
Reloop Beatpad 2 Vorderseite
Reloop Beatpad 2 Vorderseite
Reloop Beatpad 2 Rückseite
Reloop Beatpad 2 Rückseite
Reloop Beatpad 2 Detial
Reloop Beatpad 2 Detial

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Jan Schmidt

Jan Schmidt

Herr Schmidt bei Müller & Schmidt
Bin der Autor und Gründer von Deejay-Basics.de.
Selbst stehe ich seit 2001 im mobilen Bereich hinter dem DJ-Mischpult, hauptberuflich jedoch Wirtschaftsingenieur. Deshalb mein großes Interesse an der Technik und technischen Spielereien rund um das Thema DJing. Speziell die Grundlagen liegen mir am Herzen.
Mit meinem Kumpel Patrick habe ich 2014 ein neues DJ-Projekt unter dem Namen "Müller & Schmidt" gestartet.
Jan Schmidt

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