Test: Pioneer DDJ-SX2

Test & Review / Controller

Pioneer DDJ-SX2
Pioneer DDJ-SX2

Pioneer hat den DDJ-SX2 Controller für Serato DJ nun veröffentlicht und hat im Vergleich zu seinem Vorgänger ein paar neue Features im Gepäck. Was er kann haben wir nun in einem Test herausgefunden. Ausgepackt hatten wir den 4-Kanal Controller schon vor knapp drei Wochen um dem Test auch die nötige Zeit zu geben.

Bevor man startet

Die Verpackung ist nicht gerade klein, aber das Gerät selbst misst ja auch schon 66,5 cm x 35,4 cm, ist alles andere als klein und mit den knappen 6 kg Gewicht auch nicht gerade leicht.
In der Verpackung kommt lediglich ein Netzteil, USB Kabel, eine Kurzanleitung (Quickstart Guide) und zwei Lizenz-Codes für die Serato DJ Software heraus. Eine CD mit Treibern oder der Software oder das ausführlichere Handbuch sucht man vergebens – muss man sich online selbst besorgen.

Das heißt vor der ersten Benutzung erst mal ab ins Internet und auf der Pioneer Seite die nötigen Treiber herunter laden (bei Apple Aggregator genannt). Noch kein Konto bei Serato? Dann kann man dieses auch gleich anlegen um Serato DJ herunter zu laden und später seine Gutscheine für die Flip-Funktion zu registrieren. Falls ihr also zur Kundschaft von Pioneer gehört und den DDJ-SX2 geordert habt könnt ihr diese zwei Punkte schon mal erledigen bevor der Postbote das Paket anschleppt. Damit seit ihr nach dem Auspacken direkt bereit um los zulegen.

Nunja, fast… es steht nämlich schon direkt ein Firmware Update bereit, auf meinem Controller war die Version 1.01 aufgespielt und habe dann diese direkt auf die aktuelle V1.02 geändert. Nun gut, man braucht natürlich nicht unbedingt die aktuellste Firmware um direkt los zu legen, wird aber von Pioneer empfohlen.
Wenn man nun die Firmware updaten möchte ist das kein Problem, es ist das Firmware Image wie auch eine Anleitung für das Update auf der Support Seite von Pioneer zu finden.

Ist die DJ Software und die nötigen Treiber installiert, das Netzteil in der Steckdose und der Controller via USB mit dem Rechner verbunden und eingeschaltet kann es direkt los gehen.

Der erste Eindruck

Soll ja bekanntlich zählen und das kann er hier auch. Die Beleuchtung der Elemente ist auch gut bei Tageslicht zu erkennen. Die Pitch Fader wirken sehr hochwertig und kein Poti wackelt. Das Gehäuse ist unten zwar aus Kunststoff aber die obere Platte ist aus Metall und das wirkt einfach wertig und gut verarbeitet. Die Gängigkeit der Jogwheels finde ich gut, zwar kein wirklicher Vergleich zu den großen Jogs der CDJ Reihe aber für einen Controller bieten sie einen vernünftigen Widerstand und laufen nicht zu leicht. Alle Bedienelemente die meiner Meinung nach eine Mittelstellung benötigen rasten auch bei dieser ein, das gilt für die Equalizer und Filter Potis sowie den Pitch Fader (natürlich ist der Pitch Fader hier ein Streitfall wenn es ums Pitch Riding geht). Die Haptik und Druckpunkte der Tasten der Transportsektion sind wie bei den CDJs. Die Pads sind wirklich fest verbaut, auch bei festerem Drück rutscht da nichts umher.

Die Mixer Sektion

Die komplette Mixer Sektion kann auch Stand-Alone in einem analogen Setup verwendet werden. Es ist also kein Problem einfach einen Plattenspieler oder CD-Spieler anzuschließen um ganz ohne Compter zu mixen. Dafür hat man ganze 4 Kanäle zur Verfügung, zwei davon können wahlweise noch ein Mikrofon wiedergeben. Den Klang empfinde ich jedoch über die analogen Eingänge als etwas blasser, der Sound direkt vom PC über die eingebaute Soundkarte ist etwas voller.

Die bipolaren Filter am Kanalzug sind ebenfalls richtige Hardware und vom Klang her typisch für Pioneer. Die voreingestellte Resonanz an den Filtern finde ich persönlich jedoch etwas zu viel und die Filter killen auch nicht komplett das Signal, was ich schade finde.

Das selbe gilt für die Equalizer, diese gehen von -26 bis +6 und machen daher nicht ganz zu.

Die Kanäle lassen sich noch dem Crossfader, der butterweich leicht läuft, beliebig zuweisen. Die Crossfaderkurve kann man rechts an der Vorderseite über einen Poti frei einstellen.

Die Kanal Fader gehen für meinen Geschmack etwas zu schwer. Das Phänomen kenne ich bereits vom Pioneer DJM-2000, auch dort wurden sehr schwergängige Fader verbaut. Es ist aber möglich das sich das mit zunehmender Nutzung noch etwas ändert. Im Neuzustand sind auf jeden Fall kurze Cuts mit den Kanalfadern aber fast nicht möglich, man muss dann schon ordentlich am Fader ziehen.

Anschlussmöglichkeiten

Gesamt vier Kanäle mit jeweils zwei Anschlussmöglichkeiten (Aufzählung v.l.n.r.)

  • Kanal 3: Mic1 (XLR) + CD
  • Kanal 1: 2x Phono/Line (nur ein Stereo Cinch Eingang)
  • Kanal 2: Phono / Line (nur ein Stereo Cinch Eingang)
  • Kanal 4: Mic2 (6,3 mm Klinke) + CD.

Die verschiedenen Inputs der Kanäle schaltet man an der Vorderseite um, die Schalter sind mit der Oberfläche des DDJ-SX2 an der Vorderseite eben und man kennt diese auch schon von der Crossfaderzuweisung an anderen Pioneer Pulten oder auch am DDJ-SX2, was ich persönlich etwas unhandlich finde. Kippschalter oder einen Poti zur Wahl der Audioquelle bei Mischpulten ist in meinen Augen wesentlich besser als ein kleiner fummeliger flacher Schalter. Dazu kann man bei einem Gig wenn es etwas dunkler ist die Schrift an der Vorderseite kaum lesen.

Der Master Ausgang kommt mit XLR Buchsen daher, diese Anschlüsse eignen sich hervorragend um das Gerät direkt an eine ordentliche PA zu hängen. Dazu gibt es den Master 2 Ausgang welcher mit Cinch Buchsen das Anschließen für die Bedroomer zu Hause einfacher macht. Beide Ausgänge werden über den Master Poti geregelt. Der Booth (Monitor) Ausgang ist separat regelbar und mit zwei 6,3 mm Klinke Buchsen versehen.

Auf der Vorderseite findet man noch einen Kopfhörerausgang mit einem 6,3 mm Anschluss und der kleineren 3,5 mm Buchse. Die Lautstärke des Kopfhörers regelt man an einem leicht versenkten Poti an der Vorderseite, rechts neben den eben erwähnten Buchsen. Das Verhältnis von Cue und Master muss man oben unterhalb des Booth Poti regeln. Etwas umständlich gelöst, normalerweise sind diese beiden Regler immer nebeneinander – womöglich nur eine Gewohnheitssache.

Fehlt noch der Strom Anschluss und die USB Buchse. Für beide Kabel bietet der DDJ-SX2 einen kleinen Haken damit diese essentiellen Stecker nicht versehentlich in der Hitze der Nacht gezogen werden.

Leider hat Pioneer ein sehr großes klobiges Netzteil. Wenn es mal in der DJ Kanzel knapp mit den Strom-Steckplätzen wird kann das schon hinderlich sein. Einen Schuko-Stecker bekommt man auf jeden Fall nicht neben das Netzteil gesteckt.

In der Praxis

Wer schon einmal vor einem DJ Setup oder einem anderen Controller stand wird sich hier schnell zurecht finden. Der Aufbau der Decks ist sehr übersichtlich und die vielen Knöpfe und Potis liegen nicht zu nah beieinander. Was mich persönlich immer bei Controllern stört ist die Kanalbeschriftung mit 3, 1, 2, 4 und nicht in der klassischen numerischen Reihenfolge wie man es an Mischpulten normalerweise findet. Auch diesen Punkt ordne ich mal in die Gewohnheitsschublade ein.

Der Controller ist in Serato DJ ab Version 1.7 schon bis ins letzte Detail gemappt und implementiert. Man braucht nichts einzustellen und kann direkt mit dem Auflegen starten. Die Hardware von Pioneer und die Software arbeiten hier wie aus einem Guss, alle Features laufen ohne Probleme, egal ob Loop, Slicer oder die neue Flip Funktion. Die Farben der Cue und Loop Punkte werden in der Software wie auch am Controller gleich angezeigt, das macht nicht nur schön bunt sondern sorgt auch für etwas mehr Übersicht.

Fast jede Taste am Controller hat zusätzlich über den Shift Modus eine zweite Funktion. Die Shift Funktionen sind zwar in hellgrauer Schrift angeschrieben aber bei etwas dunkler Umgebung kaum lesbar, es bedarf somit schon einer gewissen Zeit an Einarbeitung bis das ganze wirklich flutscht.
Wem das zu viele Funktionen auf einmal sind kann diese in der mitgelieferten Kurzanleitung nachlesen, dort sind alle Funktionen nochmals beschrieben.

Jogwheels sind für mich immer ein großes Thema und diese haben für einen Controller eine super Haptik und Reaktionszeit. Das Feeling wird dann noch durch das kleine Display in der Mitte, welches sehr flüssig mitläuft, abgerundet und man wird schon etwas an die großen Mediaplayer von Pioneer erinnert. Natürlich hängt die Latenz der Jogs auch von den ASIO Einstellungen des Rechners ab. An meinem konnte ich den kleinstmöglichen Wert mit 1,4 ms wählen, ohne das der Klang verzerrt und das macht richtig Spaß.

Die vielen Funktionen in Serato sind noch nicht alles, der Controller bietet eine Vielzahl an zusätzlichen Einstellungen die man im Utility Menü einstellen kann. Lautstärke des Master Ausgangs, Jog verhalten und Sensibilität, Backspinlänge, Velocity Kurven der Pads, Serato oder genereller MIDI-Modus und noch mehr Optionen lassen sich dort einstellen, was ich sehr gut finde. Die Optionen muss man jedoch vor dem Gebrauch im Utilities Modus setzen. Ohne Handbuch (online downloaden) ist das jedoch nicht zu meistern, man muss schon genau wissen welches Lämpchen an welcher Stelle leuchten muss um eine gewünschte Funktion zu bekommen – also RTFM.

Auf hohem Niveau gemeckert

Kein Controller ist perfekt, man findet immer etwas das man hätte besser machen können, mir persönlich sind dabei einige Punkte aufgefallen:

Wenn man nun an den Jogs arbeitet kommt einem fast schon zwangsweise der Pitch-Fader in den Weg – und das meine ich auch so. Er ist im Weg und einfach schlecht platziert. Beim Scratchen und vor allem beim Pitch Bending über den äußeren Jog Kranz bleibt man schnell mal am Pitch Fader hängen und das hat mich nun wirklich gestört. Die Nullstellung des Faders ist auf der selben Höhe wie der Mittelpunkt des Jogs, dazwischen ist nicht mal eine Fingerbreite platz (habe ich zu dicke Finger?).Natürlich geht es auf einem Controller immer etwas enger her als an einem einzelnen Media-Palyer, schaue ich mir nun aber den Reloop Termimal Mix 8 an oder den NS7 II von Numark hat man den Pitch Fader in dieser Beziehung etwas geschickter, vielleicht auch nur aus Platzgründen, anders platziert.

Wenn wir schon beim Pitch sind packe ich die Keule gleich nochmal aus. Der DDJ-SX2 bietet in Verbindung mit Serato die Pitch Bereiche 8%, 16% und 50% an. Von den CDJs ist man bei Pioneer durch die Bank weg 6%, 10%, 16% und 100% (wide) gewohnt – und das ist der Punkt „gewohnt“. Auf keinen Fall ist das ein Ausschlusskriterium aber man hätte es auch besser machen können. Prinzipiell kann das die Software Serato DJ und der Controller sendet ja nur Steuer Signale (Midi oder HID) an den Rechner und nicht einen festen Pitch Wert*.

Und die nächste Keule zum Thema Pitch. Die Pitch Range ist nirgendwo auf dem Controller zu sehen, man muss schon öfter mal einen Blick auf den Bildschirm werfen wenn man viel mit den Pitch Bereichen arbeitet und wissen möchte wo man gerade steht. Hier wäre eine Reset Funktion nützlich gewesen wenn man einen neuen Track ins Deck lädt. So etwas müsste aber von der Software unterstützt werden. Auch fehlt mir irgendwo die restliche Laufzeit des Tracks, auch dafür muss man auf den Rechner schauen, was auch für die Parameter der Effekte gilt.

Der Klang aus der Software über das Interface des DDJ-SX2 ist sehr gut, jedoch ist der Klang etwas dumpfer und nicht so klar wenn ich normale Vinyl spiele oder über den Line Eingang eine CD mit meinem CDJ abspiele, das finde ich sehr schade, ist jedoch noch zu verkraften.

Leider ist auch die Klangqualität in Verbindung mit dem Keylock (bei Pioneer auch Mastertempo genannt)in Serato DJ von Haus aus äußerst bescheiden um nicht zu sagen unterirdisch schlecht. Ohne die sehr gute aber kostenpflichtige Pitch’n’Time Erweiterung macht das bei größeren Pitch Bereichen einfach keinen Spaß und Sinn mehr. Der Minuspunkt geht zu Lasten der Software, fraglich jedoch warum man eine Tonqualität, die selbst Virtual DJ Home von Haus aus besser ist, hier zusätzlich nachkaufen muss.

DVS Support und Timecode

Mit der Überschrift habe ich den Punkt quasi schon abgehandelt. Das Timecode/DVS Plugin muss zusätzlich für $99 USD erworben werden – was ich bislang noch nicht gemacht habe. Ich bin mir ziemlich sicher das dieses auch wunderbar Funktioniert und weder Serato noch Pioneer daran Interesse hätten bei dieser Funktion nur B Qualität zu liefern. Ausprobiert habe ich es jedoch nicht. Die DVS Unterstützung wird zwar beworben, jedoch wird fairer Weise auch darauf hingewiesen das dieses kostenpflichtig ist.

Vorsicht: wer sich nun gedacht hat „DVS ready“ würde bedeuten das man die zwei ASIO Eingänge auch einfach in einer anderen Software nutzen kann wird sich schnell wundern. Der Standard Treiber für den Pioneer DDJ-SX2 liefert nur 2x Stereo Ausgang (Master + Kopfhörer) Signal und 1x Stereo Eingangssignal welches jedoch nur die Summe am Master ist und kein einzelner Eingang.
Der benötigte Treiber „PIONEER DDJ-SX2 2IN2OUT“ wird erst durch den Erwerb des DVS Plugins durch die Serato DJ Software freigeschaltet. Ein Blick ins Audio Blockdiagramm im Benutzerhandbuch (der Download und nicht die mitgelieferte Kurzanleitung) hat mir dieses auch bestätigt, die Kanäle sind theoretisch vorhanden. Ich habe Pioneer diesbezüglich schon eine Anfrage geschickt und man hat mir versichert, das dieses Feature ausschließlich für Serato DJ gedacht ist. Damit kein DVS in VDJ, Cross oder Traktor möglich obwohl die Eingänge vorhanden sind.

Fazit

Auch wenn nun zum Ende hin einige negative Punkte erwähnt wurden ist der Controller sonst wirklich gut. Der DDJ-SX2 kommt mit gewohntem Pioneer Feeling an den Potis und Knöpfen daher, die Verarbeitung ist sehr gut, was durch die Metall Oberfläche unterstrichen wird. Die Einbindung des Controllers in Serato ist tadellos, man muss nahezu nichts in der Software selbst einstellen. Die Jogs liefern eine super Reaktionszeit und haben ein sehr flüssiges Display in der Mitte, von der Haptik und Gängigkeit her jedoch nicht mit den großen CDJs zu vergleichen.
Einen 4-Kanal Controller für Serato und RGB-Pads gibt es auch noch andere die in der Anschaffung günstiger sind, Alternativen wurden bereits erwähnt.

Preis: 999 € (Stand 10.14)

Lohnt sich ein Upgrade auf das neue Modell für Leute die schon einen DDJ-SX haben?
Atbekanntes Design und daher auch altbekannte Minuspunkte wie z.B. Anordnung des Pitch Faders oder die Input Schalter an der Vorderseite. In meinen Augen ist der Mehrwert hier zu gering, die Treiber der Soundkarte sind nicht offen gestaltet was die Einbindung für einen möglichen Timecode Einsatz in einer anderen DJ Software schwer macht. Dazu wird man für das DVS Plugin zusätzlich zur Kasse gebeten.
Für Besitzer des DDJ-SX die auf bunte RGB Pads verzichten können jedoch mit der DVS Option liebäugeln würde ich eher Raten eine SSL2 oder andere Soundkarte in Betracht zu ziehen. Damit ist man flexibler und kommt auch günstiger weg, wenn man bedenkt das der DDJ-SX bis vor kurzem noch 899 € gekostet hat und der Wiederverkaufswert aktuell um die 650 € liegt. Für den DDJ-SX2 + DVS Plugin werden dann gesamt schon ca. 1100 € fällig.

Plus

  • Pioneer Feeling an den Tasten der Transportsektion
  • sehr gute Haptik an den Potis und Fadern
  • Alle Bedienelemente die es benötigen haben einen Einrastpunkt in der Mittelstellung, Filter, Eqs und der Streitfall Ptichfader.
  • sehr leichtgängiger Crossfader
  • Als Stand Alone Mixer ohne Computer nutzbar
  • bipolare Hardware Filter, somit ebenfalls ohne Computer zu nutzen
  • Viele Hardware Einstellungen möglich, z.B. Master Lautstärke, Jog Empfindlichkeit, Fader Kurven uvm. Einstellungen jedoch nicht während des Betriebs möglich.
  • Gutscheine / Lizenzen für FX Back Pack und Flip Erweiterung für Serato DJ dabei.

Neutral

  • sehr schwergängige Kanal Fader (kann sich ggf. im Laufe der Zeit noch ändern)
  • Kein extra Kanal für ein Mikrofon dafür 2x Mikrofon auf den anderen Kanälen, hätte eine besser Lösung verdient.
  • Nur DVS Ready, zur Nutzung von Timecode in Serato DJ werden weiter $99 USD fällig, aber es stand ja in der Produktbeschreibung.
  • Noch kein Mapping für Traktor Pro oder Virtual DJ Pro erhältlich
  • Firmware Update direkt zum Release

Negativ

  • Kanal Input Schalter an der Vorderseite zu klein und fummelig
  • Abstand Jogwheel zum Pitch Fader viel zu knapp
  • Keylock in Serato DJ im Standard Pitch kaum zu verwenden, der Controller wird mit der Software ausgeliefert und bekommt daher den Minuspunkt angeheftet
  • Ohne Blick auf den Rechner geht es fast nicht, es fehlen zu viele Informationen wie z.B. die aktuelle Pitch-Range oder die verbleibende Spielzeit
  • Größe des Netzteils blockiert andere Steckplätze an der Strom Steckleiste
  • Keine CD mit Treibern oder ausführlichem Handbuch dabei, diese müssen selbst online besorgt werden

 

*Der Punkt mit der Pitch Range

Nachdem mich dieser Punkt etwas mehr beschäftigt hatte als ich es eigentlich wollte habe ich kurzer Hand meine CDJ-900 als Controller zusätzlich zum DDJ-SX2 angeschlossen und die bekannten Pitch-Ranges 6%, 10%, 16% und 100% (wide) wurden von Serato DJ sofort frei geschaltet und ich konnte diese auch mit dem DDJ-SX2 am Fader steuern . Den 100% Pitch (wide) kann man gern mal als Break Effekt nutzen oder beim Spielen mit sehr kurzen Loops hätte dieser nützlich sein können. Der 6% Pitch ist einfach viel genauer als ein 8% Pitch und das hat mich schon gestört.

Generell hat man nirgendwo vor dem Kauf lesen können wie die Pitch Bereiche aufgelöst werden, weder auf der Pioneer Produktseite noch auf der Serato Homepage, dies steht lediglich im Benutzerhandbuch welches man selbst herunterladen muss.

Was man sich bei der Sache Seitens Serato und Pioneer genau gedacht hat ist mir nicht schlüssig. Jedoch bieten andere große Controller wie der NS7 II oder der Terminal Mix 8 ebenfalls „nur“ 8%, 16% und 50% an.

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Jan Schmidt

Jan Schmidt

Herr Schmidt bei Müller & Schmidt
Bin der Autor und Gründer von Deejay-Basics.de.
Selbst stehe ich seit 2001 im mobilen Bereich hinter dem DJ-Mischpult, hauptberuflich jedoch Wirtschaftsingenieur. Deshalb mein großes Interesse an der Technik und technischen Spielereien rund um das Thema DJing. Speziell die Grundlagen liegen mir am Herzen.
Mit meinem Kumpel Patrick habe ich 2014 ein neues DJ-Projekt unter dem Namen "Müller & Schmidt" gestartet.
Jan Schmidt

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10 Gedanken zu “Test: Pioneer DDJ-SX2”

  1. Hallo Jan, ich stelle meine Frage nochmals, um zu sehen ob die Kommentar-Funktion hier im Blog jetzt Funktioniert ;-)
    Mein Verständniss ist so: USB-Hub, DDJ-SX2 und beide 900er per USB einstecken, die AudioKabel von den 900er in den Controller (Kanal 3, 4) und Serato kann man im 4Deck-Modus steuern?
    Danke und Gruss, Armin.

  2. Hallo Armin,
    wie ich Dir bereits geschrieben hatte:
    Wenn du nur zwei weitere Decks in Serato DJ steuern möchtest genügt ein Multiplayer der von Serato DJ unterstütz wird.
    Dabei genügt es auch diesen nur über USB mit dem Rechner zu verbinden. In deinem Fall würde ich die NDX500 von Numark empfehlen, der Funktionsumfang ist ausreichend und man bekommt den Player bereits für kleines Geld.
    Falls man vom Player noch ab und zu von USB Sticks oder CDs spielen möchte muss diese noch zusätzlich mit dem DDJ-SX2 verbinden. Dann auch vorne am entsprechenden Kanal von USB auf CD stellen.
    Ich hatte das ganz bei mir mit meinen CDJ-900 und dem DDJ-SX2 getestet.

    Hier gibt’s alle Serato fähigen Geräte die zusätzlich zum DDJ-SX2 funktionieren:
    http://serato.com/hardware/all/accessories

    Hoffe ich konnte Dir weiter helfen.
    Grüße, Jan

  3. Hab da nochmal ne frage: Wie kann man das einstellen und abspielen von
    Loops auf dem pad bestimmen.
    Ich benutze serato dj Intro. Danke für eine Antwort ä.

    • Hallo Nevio,
      warum nutzt du immer noch die Intro Version? Der SX2 schaltet doch Serato DJ frei. Du musst nur Serato DJ installieren und den SX2 dann anschließen.
      Du kannst Hot-Cues dann als Loop speichern, wie das genau geht ist im Handbüchern von Serato DJ und dem DDJ-SX2 beschrieben.
      Viele Grüße,
      Jan

    • Hi Nevio,

      das ich richtig, um mit Serato DJ zu spielen brauchst du die Lizenz nicht kaufen. Sobald Serato DJ den DDJ-SX2 erkennt wird die Software frei geschaltet (Serato DJ enabled). Die Software kann dann durch Plugins, die du kaufen musst, noch erweitert werden. Willst du beispielsweise DVS / Timecode nutzen musst du noch das DVS Plugin von Serato DJ kaufen.
      Du kannst dir dazu mal die Controller, Mixer und Accessories auf der Serato Homepage anschauen. Wo “enabled” dran steht muss nichts gekauft werden, wird ein Gerät “upgrade ready” bezeichnet muss noch die entsprechende Lizenz gekauft werden.

      Viele Grüße,
      Jan

  4. Hi
    Und zwar hab ich mir ebenfalls die SX2 gegönnt , jetzt die frage die ich mir stelle – über die cue bekomm ich den sound , aber wie bekomm ich den sound aufn pc ? vorab ich habe mitm PC 2 soundkarten , eine externe USB und eine interne eingebaute also standartkarte.die USB zb is für heatset zum skypen , TS usw da , die interne läuft über meine bausteinanlage und liefert fürs film gucken oder wenn ich mitm vdj dran bin den sound. nun hab ich serato und den sx2 die ich nutzen möchte. wie bekomm ich das dort nun zum laufen?

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